Minus bei Gewerbesteuer: Kraillings Kämmerer braucht starke Nerven

Krailling - Einnahmen von 4,6 Millionen Euro erwartet Krailling für 2013 aus der Gewerbesteuer. Doch zu Jahresbeginn liegt die Gemeinde 1,7 Millionen Euro unter dem Soll.

Der Haushalt 2013 der Gemeinde Krailling steht endlich. Mit 16,5 Millionen Euro liegt das Gesamtvolumen des Etats um fast fünf Prozent über dem Vorjahr. Die Gemeinde rechnet in diesem Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen von 4,6 Millionen, davon 3,1 Millionen aus dem Gewerbegebiet KIM. „Es ist ein Wahnsinn, dass man keine Planungssicherheit hat und letztlich nicht weiß, was rauskommt“, klagte Bürgermeisterin Christine Borst in der Sitzung am Dienstag. Denn die Einnahmen zu Jahresbeginn 2013 hinken erneut hinter dem Soll her, Kämmerer Gerhard Friedrich verzeichnet ein Minus von 1,7 Millionen. Das war im Vorjahr ähnlich, am Ende lagen die Einnahmen bei 4,8 Millionen. Friedrich: „Für einen Kämmerer ist es nicht gerade nervenschonend, wenn wir jedes Jahr eine Hängepartie haben.“

Bei der Lohn- und Einkommensteuer erwartet die Gemeinde, dass in diesem Jahr 5,1 Millionen Euro in den Gemeindesäckel fließen, was laut Friedrich für Krailling „ein historischer Spitzenwert“ wäre; die günstige Wachstumsprognose (+ 6,25 Prozent zum Vorjahr) beruht auf Steuerschätzungen vom November. Mehreinnahmen sind auch aus der Umsatzsteuerbeteiligung zu erwarten. Durch einen neuen Verteilungsschlüssel beim Finanzausgleich soll die Gemeinde 210 000 Euro erhalten - fast 40 Prozent mehr als 2012 (150 400 Euro).

Bei den Investitionen schlagen 2013 an erster Stelle die Sanierung des Caritas-Kinderhauses sowie die neue Kinderkrippe in der KIM zu Buche. Verteilt über drei Jahre wird die Gemeinde 1,5 Millionen für das Kinderhaus aufbringen müssen, einen Großteil bereits heuer (675 000 Euro); für die neue Krippe sind 848 000 Euro veranschlagt. Weitere hohe Posten sind der Breitbandausbau in Pentenried und Frohnloh (200 000 Euro) sowie die Erstellung von öffentlichen Parkplätzen im Gewerbegebiet bei der Lasertechnik-Firma EOS (180 000 Euro). Das neue Feuerwehrhaus mit Baukosten von 3,3 Millionen wird außerhalb des Haushalts über einen so genannten Geschäftsbesorgungsvertrag finanziert.

Gegen den Haushalt stimmten FBK, SPD und Grüne.

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