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Pflanzenschutzmittel setzen Bienen

Pflanzenschutzmittel setzen Bienen

Gräfelfing - Der Gräfelfinger Imkerverein feierte jetzt 80-jähriges Bestehen. Dabei wurde berichtete, dass vor allem Gentechnik und Pestizide den Bienenvölkern zusetzen.

Mit einem Teller der Gemeinde bedankte sich Gräfelfings 2. Bürgermeister Peter Köstler (li.) beim Vorsitzenden Rudolf Neuhäuser für das über die Grenzen der Region hinausreichende Engagement des Imkervereins. Ehrengast der Jubiläumsfeier war Peter Maske (r.), Präsident des Deutschen Imkerbundes. Foto: Sauer

Mit einem Teller der Gemeinde bedankte sich Gräfelfings 2. Bürgermeister Peter Köstler (li.) beim Vorsitzenden Rudolf Neuhäuser für das über die Grenzen der Region hinausreichende Engagement des Imkervereins. Ehrengast der Jubiläumsfeier war Peter Maske (r.), Präsident des Deutschen Imkerbundes. Foto: Sauer

Vor welchen Problemen Imker im Jahr 2009 stehen, war für die neun Gründer, die den Imkerverein Gräfelfing vor 80 Jahren in der Waldschenke in Lochham ins Leben gerufen haben, nicht abzusehen. Besonders Pflanzenschutzmittel und Gentechnik bedrohen heute die Bienen. In den letzten 50 Jahren sei die Zahl ihrer Völker in Deutschland um die Hälfte zurückgegangen, sagte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes und Ehrengast, bei der Jubiläumsfeier am Samstag im Vereinsheim in Neuaubing.

Der Lebensraum der Bienen sei kleiner geworden, berichtete Maske, und der konzentrierte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schädige die Völker. Bienen, deren Nerven durch die eingesetzten Gifte zerstört werden, fänden nicht mehr nach Hause. Die straff organisierten Bienenvölker, in der jedes Mitglied seinen Platz hat, können dann kein Futter mehr herstellen oder ihren Stock nicht mehr verteidigen. Mittlerweile gehe auf der ganzen Welt die Honig-Produktion zurück, sagte Maske. Für die Hobby-Imker, die sich anlässlich der Jubiläumsfeier zu einem gemütlichen Beisammensein an mit Bienenwachskerzen geschmückten Tischen in der Vereinsgaststätte eingefunden hatten, ist das ein Ärgernis. Für Imker, die ihr Geld mit der Produktion von Honig verdienen, ist das eine existentielle Bedrohung.

Maske, der sich seit Jahren gegen die Grüne Gentechnik engagiert, sprach über den „Anbau von genveränderten Pflanzen und deren Auswirkungen auf die Bienen und die Umwelt“. Genveränderter Mais produziert Pollen, die von den Bienen in der Umgebung des Anbaugebietes verbreitet werden: Auf der Suche nach Nektar kann eine Biene bis zu zehn Kilometer unterwegs sein. Auf diesem Weg geraten Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen dann auch in den Honig. Genau wie beim Biohonig kann der Imker nicht kontrollieren, wo seine Bienen die Pollen einsammeln. Deswegen bezweifelte Maske, dass es richtigen Biohonig gebe, denn dieser enthalte auch immer Pollen aus konventionellem Anbau.

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