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Planegg zahlt neue Analyse

Martinsried - Mit einer Kosten-Nutzen-Analyse soll das Projekt U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried neuen Schwung bekommen.

Das neue bayerische Kabinett war erst einen Tag in Amt und Würden, da lagen im Finanz- sowie im Wirtschaftsministerium bereits Glückwunschschreiben von Annemarie Detsch. Planeggs Bürgermeisterin nutzte den Anlass, um den beiden Würmtal-Ministern Martin Zeil (Wirtschaft) und Georg Fahrenschon (Finanzen) neben allerlei Gratulationen auch einen kleinen Wunschkatalog zu übermitteln.

Vor allem beim U-Bahn-Projekt ist die Würmtal-Kommune auf staatliche Unterstützung angewiesen, weshalb Detsch nochmals nachdrücklich auf die Wichtigkeit des Vorhabens hinwies. Zwar hat der Freistaat schon vor Monaten größtes Interesse an einer Verlängerung der U 1 bis Martinsried bekundet, mehr als Absichtserklärungen hat die Gemeinde jedoch nach wie vor nicht in der Hand. Im Vorjahr hatte der Gemeinderat 100 000 Euro für die Vorentwurfsplanung zur Verfügung gestellt, seitdem ist kaum etwas passiert.

Um das Projekt erneut in Fahrt zu bringen, hat die Gemeinde jetzt eine neue Kosten-Nutzen-Analyse bei der Fachfirma Intraplan in Auftrag gegeben. Der Umweltausschuss bewilligte dafür in seiner jüngsten Sitzung 40 000 Euro. Vor zehn Jahren hatte Intraplan bereits eine Kosten-Nutzen-Untersuchung für die Strecke Großhadern-Martinsried angestellt – auf Kosten Planeggs. Dabei kam heraus, dass die rund ein Kilometer lange Strecke über den besten Kosten-Nutzen-Faktor im gesamten U-Bahn-Netz Münchens verfügen würde. Da sich zwischenzeitlich einige Parameter bei der Standardisierten Bewertung für Projekte des ÖPNV geändert haben, hat die Studie aus dem Jahr 1998 ihre Gültigkeit verloren. Deshalb muss das Prozedere nun wiederholt werden. „Wahrscheinlich kommt genau das gleiche Ergebnis heraus wie vor zehn Jahren“, mutmaßte Rathaus-Geschäftsführer Stefan Schaudig in der Sitzung.

Sobald das neue Gutachten vorliege und die Trägerschaft für das U-Bahn-Projekt geklärt sei, könnten die Rechtsverfahren eingeleitet werden, sagte Schaudig. Nach den Worten Detschs soll die Frage der Trägerschaft innerhalb der nächsten drei Monate geklärt werden. Die Gemeinde Planegg will diese Aufgabe am liebsten dem Landkreis München überlassen.

Die Frage, ob die Gemeinde die 40 000 Euro für die Kosten-Nutzen-Analyse zu einem späteren Zeitpunkt vom Freistaat Bayern zurückerstattet bekomme, musste Detsch vereinen. „Es sieht nicht danach aus.“ Ungeachtet dessen fiel der Beschluss im Ausschuss einstimmig zugunsten der Analyse.

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