Würmtal - Die Frage, ob das Projekt zur Bekämpfung des kleinen Fuchsbandwurms weiterlaufen soll, wird die Gemeinden Planegg, Krailling und Neuried weiter beschäftigen. Nach dem Ausstieg Herrschings können auf Würmtal-Gemeinden höhere Kosten zukommen.

Unscheinbar und graugrün sind die Köder mit dem Entwurmungsmittel. Für den Menschen sind sie ungefährlich.
Die Frage, ob das Projekt zur Bekämpfung des kleinen Fuchsbandwurms weiterlaufen soll, wird die Gemeinden Planegg, Krailling und Neuried weiter beschäftigen. Zwar haben alle drei bereits ihre Zustimmung signalisiert - Planegg und Krailling allerdings unter dem Vorbehalt, dass keine der acht beteiligten Kommunen aussteigt. Genau dieser Fall ist jedoch eingetreten: Der Herrschinger Gemeinderat hat mit knapper Mehrheit von 11:10 Stimmen beschlossen, das Projekt nicht fortzusetzen.
Auf die anderen beteiligten Gemeinden könnten infolge des Ausstiegs von Herrsching - im vorgesehenen Finanzierungsplan mit 23 144 Euro nach Starnberg und Planegg der drittgrößte Zahler - höhere Kosten zukommen. Für Planegg belaufen sich die für die nächsten zwei Jahre veranschlagten Ausgaben bis dato auf 23 774 Euro, für Neuried auf 19 200 Euro und für Krailling auf 17 307 Euro.
„Wir müssen das jetzt auf alle Fälle noch einmal neu berechnen“, sagt Kraillings Bürgermeisterin Christine Borst. Dieser Überzeugung ist auch ihre Planegger Amtskollegin Annemarie Detsch. Projektleiter Andreas König von der TU München sei jetzt gefordert und müsse darlegen, wie sich der Ausstieg Herrschings auf den Finanzierungsplan auswirkt. Detsch will in jedem Fall versuchen, Zuschüsse vom Freistaat zu erhalten.
Da die Entscheidung für die Fortsetzung des Entwurmungsprojekts in Krailling relativ deutlich ausfiel, ist Borst zuversichtlich, dass der Gemeinderat höhere Kosten absegnen würde. „In unserer Gemeinde laufen die Füchse schließlich über die Straße.“
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