Würmtal - Die Unterschriften für das Volksbegehren Nichtraucherschutz nähern sich im Würmtal der Zehn-Prozent-Marke. Mehr als neun Prozent der 42 959 Stimmeberechtigen haben sich eingetragen.
Es wird noch einmal richtig spannend: Das Volksbegehren Nichtraucherschutz geht in die Endrunde und noch ist alles möglich. Laut Hochrechnungen hatten bis Freitag in Bayern 7,69 Prozent der Stimmberechtigten das Volksbegehren unterstützt, in Oberbayern 7,61 Prozent. In den fünf Würmtal-Gemeinden waren es rund 9,2 Prozent. Die erforderliche Zahl an Unterschriften dürfte Gauting bald erreichen: Bis Samstag hatten dort 1387 Bürger ihre Stimme für das Volksbegehren abgegeben, das entspricht 9,83 Prozent.
Das Volksbegehren ist erfolgreich, wenn sich bayernweit zehn Prozent der Wahlberechtigten eintragen.
Die Unterschriftenlisten liegen noch bis zum 2. Dezember in den Rathäusern aus.
Die Gemeinde Neuried hatte bis Freitag 580 Stimmen gezählt. „Die Aktion ist sehr gut angelaufen“, sagt Doris Sanktjohanser von der Gemeinde. In Gräfelfing sind nach Auskunft des Rathauses bislang rund 1000 Stimmen für den Nichtraucherschutz zusammengekommen. „Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass wir in Bayern ein gutes, pragmatisches Gesetz haben“, sagt Bürgermeister Christoph Göbel. „Aber ich habe auch nichts gegen ein strengeres Gesetz. Wenn das Volk so entscheidet, finde ich das in Ordnung.“
Die Grünen in den Würmtal-Gemeinden stehen hinter dem Volksbegehren. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man das unterstützt“, sagt Ulrich Hartmann vom Kraillinger Ortsverband. Innerhalb der Grünen im Landkreis Starnberg gibt es aber auch andere Stimmen, so lehnt der Ortsverband Wörthsee die Aktion entschieden ab.
Die Gautingerin Christiane Lüst vom ödp-Kreisverband Starnberg hofft weiter auf einen Erfolg des Volksbegehrens. „Ich würde sagen, es steht momentan auf der Kippe. Nachdem es gut angelaufen ist, haben wir aber bestimmt noch eine Chance.“
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