Planegg - Die Planeggerin Ilse Mayr feiert ein stolzes Jubiläum: Sie trat vor 70 Jahren dem Roten Kreuz bei.

Ilse Mayr trat dem Roten Kreuz mit 16 Jahren bei. foto: fkn
An vielen Orten hat Ilse Mayr in ihrem Leben gewohnt – so in Berlin, in ihrer schlesischen Heimat. Doch einer Organisation blieb die 86-Jährige treu: dem Roten Kreuz. Seit 70 Jahren ist die Planeggerin dort aktiv. Ihre Geschichte ist „sehr beeindruckend“, sagt nicht nur Natalie Wöhrle vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK).
Diese Geschichte beginnt im August 1939, wenige Wochen vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Mayr wird mit 16 Jahren Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes. „Wir waren nicht weit von der polnischen Grenze entfernt. Uns wurde immer gesagt, wenn der Feind kommen sollte, bräuchten wir Lazarette“, erzählt Mayr. 1942 wird sie vom Roten Kreuz eingezogen. In Berlin-Weißensee arbeitet sie in einem Bunker, in dem Familien ihre Kinder unterbringen. Jeden Nachmittag werden die Kinder von ihren Eltern gebracht, bevor am Abend die Bombardements beginnen. „Eigentlich sollte ich in einem Bunker direkt unter der Reichskanzlei arbeiten.“ Glücklicherweise landet sie in Weißensee. Die Reichskanzlei ist einer der Orte, die häufig bombardiert werden.
Mayr bleibt im Würmtal und beim BRK. Sie hilft viele Jahrzehnte ehrenamtlich auf Sportveranstaltungen sowie Theater- und Opferaufführungen. Auch auf dem Oktoberfest kümmert sie sich um Verletzte. Auf der 600-Jahr-Feier Planeggs nimmt sie in ihrer alten Uniform teil. „Wir sind stolz auf unser ältestes Mitglied“, so Wöhrle. „Sie hat mit viel Kraft und Zähigkeit ihr hartes Leben gemeistert.“
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