Lang oder kurz und schnörkellos? Traditionell oder lieber exotisch? Die Namenswahl für Eltern ist schwierig, die Auswahl im Zuge der Globalisierung inzwischen gewaltig. So finden sich im Würmtal für Neugeborene 2012 erneut wenig geläufige Namen wie Lionella oder Naomi. An erster Stelle der Hitliste der beliebtesten Vornamen stehen nach Auskunft der Standesämter Sophia/Sophie und Moritz. Nicht zum ersten Mal: Moritz war bereits 2009 in den vier Würmtal-Gemeinden Gräfelfing, Planegg, Krailling und Neuried die Nummer 1, Sophie/Sophia im Jahr 2006.
Die 2012 bundesweit favorisierten Vornamen sind unter den 316 Neugeborenen der vier Kommunen selten oder gar nicht anzutreffen. Mia, den in Deutschland bereits zum vierten Mal in Folge am häufigsten vergebenen Namen, wählten Eltern dreimal, der Trendname Ben wurde für Buben überhaupt nicht ausgesucht. Weil es keine amtliche deutsche Vornamenstatistik gibt, ermittelt der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld regelmäßig die häufigsten Babynamen. Dafür wertete er 165 979 Geburtsmeldungen in ganz Deutschland aus, womit er etwa 25 Prozent aller hierzulande geborenen Babys statistisch erfasste. Bielefeld stützt sich dabei auf Angaben aus 430 Quellen, vor allem Geburtskliniken und Standesämter.
Die Gemeinde Planegg hat zahlreiche neue Erdenbürger mit klassischen Vornamen bekommen - zum Beispiel Johannes, Maximilian oder David. Viermal nannten Eltern ihr Kind Sophia, zweimal Sophie. Gerne wählen Planegger auch Doppelnamen, im Vorjahr gab es die Babys Lisel-Katharina und Anna-Louise.
Besonders viele Kinder mit gleich drei Vornamen (Moritz Georg Lorenz, Liam Georg Wendelin, Oskar Benjamin Milan) wurden in Gräfelfing registriert. Spitzenreiter sind bei den Buben allerdings Valentin sowie Maximilian und Moritz, bei den Mädchen Sophia und Amelie. Es finden sich auch zunehmend Vornamen türkischer Herkunft, etwa Nilüfer oder Aliya.
Klassische Namen wie Katharina und Johanna und lateinische Vornamen (Vitus, Quirin, Vinzent) waren im Vorjahr in Neuried gefragt. In Kraillinger Kindergärten dürfte in den nächsten Jahren oft ein Felix im Stuhlkreis sitzen, der Name fand bei Eltern am häufigsten Gefallen. Diese schätzten es zumindest im vergangenen Jahr meist kurz und schlicht, Namen mit maximal zwei Silben (Sina, Greta, Max, Niko) waren beliebt.

















