Geothermie: Trinkl behält Bohrrechte

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2xva2FsZXMvd3Vlcm10YWwvd3Vlcm10YWwvZ2VvdGhlcm1pZS10cmlua2wtYmVoYWVsdC1ib2hycmVjaHRlLTI2ODIwMjIuaHRtbA==2682022Geothermie: Trinkl behält Bohrrechte0true
    • 30.12.12
    • Würmtal
    • 5
    • Drucken

Geothermie: Trinkl behält Bohrrechte

    • recommendbutton_count100
    • 0

Würmtal - Die Kraillinger Firma Trinkl behält ihre Geothermie-Bohrrechte in Steinkirchen - obwohl die Frist, einen Bohrplatz einzurichten, eigentlich abgelaufen ist.

Die Erlaubnis, in Steinkirchen warmes Tiefenwasser zur Wärme- und Stromgewinnung zu fördern, sollte ursprünglich zum Jahresende auslaufen, falls Trinkl bis dahin nicht den Bohrplatz eingerichtet hat. Den Termin hat das Unternehmen nicht einhalten können. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gräfelfing, die größtes Interesse an dem Projekt hat, konnte Trinkl beim zuständigen Wirtschaftsministerium aber eine Verlängerung der Rechte erwirken, die die Firma seit 2004 besitzt.

Allerdings unter Auflagen. Wie genau die Auflagen aussehen, verrät Baldur Trinkl junior nicht. Sie beziehen sich aber wohl hauptsächlich auf den Zeithorizont. Nun sollen die Arbeiten endlich beginnen. Stromgewinnung plant Trinkl vorerst aber nicht. Abnehmer der gewonnenen Wärme wird vorerst wohl nur die Gemeinde Gräfelfing sein. Die will damit endlich ihr neu errichtetes Fernwärmenetz beschicken. Nachdem ein Bürgerentscheid das geplante Biomasseheizkraftwerk auf dem Gelände der Gräfelfinger Firma Glück verhindert hatte, braucht die Gemeinde die Quelle umso dringender und arbeitet offenbar eng mit der Firma zusammen. Laut Trinkl hatte sich der Bohrbeginn durch notwendige Neuberechnungen verschoben. „Ich hätte die Ausschreibung schon vorher soweit gehabt. Aber weil das Biomassewerk nicht kam, waren einige Anpassungen nötig“, sagt er. Nun sei das Projekt aber ausgeschrieben. Mehrere Firmen hätten auch schon Angebote für die Errichtung eines Bohrturms abgegeben.

Der nächste Schritt soll dann die Erteilung der bergbaurechtlichen Genehmigung sein, die aber erst erteilt werden könne, wenn Details zur Anlage feststehen. Und die stünden erst nach der Ausschreibung fest. Im Frühjahr will Trinkl einen Informationscontainer errichten und baldmöglichst mit den Arbeiten beginnen. Noch im Jahr 2013 will er Wärme liefern.

zurück zur Übersicht: Würmtal

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
dondolo0613.01.2013, 16:56Antwort
(0)(0)

Natürlich haben Sie recht, dass ich mit der sogenannten "Energiewende" meine Probleme habe. Das kann man nicht nur "irgendwo herauslesen", das schreibe ich sogar explizit:
"Ich rede die sogenannte "Energiewende" nicht schlecht - sie ist einfach nur schlecht!"
Ihre Wirkungsgrad-Ansage zeigt doch genau das Problem der Stromversorgung bzw. -erzeugung auf: Der Bedarf an Strom und Wärme passt einfach (örtlich und zeitlich) nicht zusammen, daher muss eben bei thermischen Kraftwerken Abwärme abgegeben werden. Und hier hat ein modernes Kohle- oder Gaskraftwerk den Vorteil, dass es in der Größenordnung von 50% liegt, wenn es optimal gefahren werden kann. Ein Geothermie-Kraftwerk in Deutschland kommt dagegen auch unter optimalen Bedingungen nicht über 10%.
Die anderen Maßnahmen der "Energiewende" (Dämmung von Gebäuden) werden diese Situation weiter verstärken, da sie den Wärmebedarf weiter zurückdrängen, und damit alle KWK-Maßnahmen noch weniger wirtschaftlich werden lassen.
Ob das alles für nachfolgende Generationen Vorteile bringt - das sehe ich doch mehr als skeptisch...

Universalexperte06.01.2013, 15:48Antwort
(2)(0)

Aus Ihren Kommentaren habe ich irgendwie herausgelesen, dass Sie vor allem ein grundsätzliches Problem mit dem Thema Energiewende haben. Ihr Problem, aber mit Schlagworten wie "aus der Erde gequälten Energie" und Vergleichen zwischen Theorie und Praxis nicht sehr überzeugend präsentiert. Zum Thema Wirkungsgrad sollten Sie mal ganz allgemein grosse, abgelegene Kraftwerke (Kohleverstromung und Atomkraft ist nicht nachbarschaftstauglich...) näher betrachten. Noch dazu muss da die Energiequelle importiert werden ...wenn man nicht gerade die lokale Kulturlandschaft zerstört wie beim Braunkohletagebau. Investition in "Erneuerbare" sind hingegen nachhaltige Planung für die kommenden Generationen, Zeit wirds.

dondolo0603.01.2013, 12:20Antwort
(0)(0)

Echt? Also ich habe herausgelesen, dass man die schöne Geothermie nur noch für Fernwärme nutzen will. Dass man aber (zumindest vorerst) keinen Strom erzeugen will. Letzteres habe ich versucht zu erläutern.

Natürlich ist mir bekannt, dass der Carnot-Prozess nur ein theoretischer Prozess ist. Aber - er beschreibt die theoretisch maximal mögliche Ausbeute eines thermischen Kreislaufprozesses. Reale Prozesse haben immer einen geringeren Wirkungsgrad als der Carnot-Prozess, d.h. die realen Prozesse haben unter den gegebenen Voraussetzungen immer einen noch lausigeren Wirkungsgrad. Alle Geothermieanlagen zur Stromerzeugung in Deutschland pulvern mehr als 90% der aus der Erde gequälten Energie in die Atmosphäre.

Ich rede die sogenannte "Energiewende" nicht schlecht - sie ist einfach nur schlecht!

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für München und Bayern

Bilder aus der Region

Kultur-Festival in Krailling: Bilder

Kabarett Krailling
weitere Fotostrecken:

Besonders beliebt

  • Meistkommentierte Artikel
  • Meistgelesene
  • Themen
Unfall Planegg

Polizei identifiziert toten Radler

Planegg - Die Identität des Radfahrers, der am vergangenen Sonntag bei einem Verkehrsunfall auf der Münchner Straße zwischen Planegg und Neuried ums Leben kam, ist geklärt.Mehr...

Fröhliche Gesichter beim Aufbau des Container-Gebäudes (v.li.): Christian Bäumel (Firma Strunz), Petra Schaber und Joachim Schrader (Würmtal-Tisch), Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst, Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter und Sascha Lauterbach (TSV Gräfelfing). Foto: js

Würmtal-Tisch freut sich auf erste eigene Räume

Würmtal - Auf dem Gelände des TSV Gräfelfing ist am Dienstag ein Modul-Gebäude für die Essensausgabe an Bedürftige errichtet worden.Mehr...

Bebauung der Sanftlwiese: Planung im Dialog mit dem Bürger

Krailling - Die Bebauung der Sanftlwiese in Krailling ist seit Jahren heftig umstritten. Am Mittwoch stellte der Investor bei einem Infoabend ein überarbeitetes Konzept vor. Obwohl dieses eng an die Ortsentwicklungsplanung angepasst ist, gibt es weiter kritische Stimmen.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.