Skandal um Bio-Eier: „Wir werden profitieren“

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    • 25.02.13
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Skandal um Bio-Eier: „Wir werden profitieren“

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Würmtal - Der Dioxin-Skandal 2012 sorgte für einen Boom bei Bio-Eiern. Jetzt stehen diese in der Kritik, weil offenbar falsch deklariert wurde. Die Erzeuger und Händler im Würmtal rechnen aber erneut mit Zuwächsen.

1400 Hühner hält Landwirt Rudolf Heidrich in Frohnloh. Deren Eier – bis zu 1250 täglich – verkauft er nur im Hofladen. Wer will, kann einen Blick in den Hühnerstall werfen. A-Foto: dr

1400 Hühner hält Landwirt Rudolf Heidrich in Frohnloh. Deren Eier – bis zu 1250 täglich – verkauft er nur im Hofladen. Wer will, kann einen Blick in den Hühnerstall werfen. A-Foto: dr

Am Wochenende machte die Meldung in Deutschland schnell die Runde: Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen 150 Betriebe, die Hühnereier falsch deklariert haben sollen. Die Entscheidung für eine bestimmte Erzeugungsart ist auch eine Glaubensfrage. Längst nicht alle, aber immer mehr Verbraucher wollen heute sehr genau wissen, was sie konsumieren. Wenn tatsächlich konventionell erzeugte Eier als Bio-Produkte verkauft wurden, wäre das eine ganz schlimme Verbrauchertäuschung, sagt Josef Pichler. Der Geschäftsführer der Gräfelfinger Filiale der Bio-Markt-Kette Landmanns hatte sich, als die Ermittlungen publik wurden, sofort an den Rechner gesetzt und das Thema in einen elektronischen Rundbrief für seine Stammkunden eingearbeitet. Die wollten jetzt natürlich mehr denn je wissen, woher die Eier stammen, nachdem das Siegel Bio-Produkt anscheinend keine Sicherheit mehr bietet.

Pichler bleibt ruhig. Über 2000 Eier bestellt er jede Woche. Und er könne ganz sicher sagen, woher jedes einzelne Ei kommt. Der Grund: Die Firma Landmanns mit ihren sechs Filialen in Bayern hat nur zwei Erzeuger, die sie beliefern. Der Seepointerhof in Tiefenbach ist einer davon. Er erzeugt Eier nach dem Naturland-Standard. Andreas Schilcher aus dem Chiemgau ist der andere Lieferant. Er ist einer der wenigen Geflügel-Bauern in der Region, die nach Demeter-Standards produzieren. Er beliefert auch das Planegger Geschäft Regional&Frisch. Das verkauft 600 Eier wöchentlich, die entweder von Andreas Schilcher oder von Markus Schleich aus Peiting stammen. Letzterer legt besonderen Wert auf die ethische Komponente. Er ziehe auch die Hahnenkücken mit auf, die in der konventionellen Geflügelzucht zu Futtermitteln geschreddert würden, berichtet Monika Demgen, Geschäftsführerin von Regional&Frisch.

Ganz so weit wie Schleich geht Rudolf Heidrich aus Frohnloh nicht. Dafür sind bei ihm die Wege noch kürzer. Seine derzeit 1400 Hennen legen bis 1250 Eier am Tag. Und die verlassen seinen Hof ausschließlich über die Theke seines Hofladens. Wer zum Einkaufen kommt und das möchte, kann bei Bauer Heidrich auch einen Blick in den Stall werfen. Heidrich ist sicher, dass das belohnt wird. „Wir werden von dem Skandal sicher wieder profitieren.“

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