Würmtal-Zweckverband untersucht Wärmegewinnung aus Abwässern

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    • 15.01.13
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Würmtal-Zweckverband untersucht Wärmegewinnung aus Abwässern

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Würmtal - Der Würmtal-Zweckverband hat eine Antwort auf die Frage gesucht, ob Abwässerwärme zum Heizen genutzt werden kann. Theoretisch ja, praktisch wird es schwierig.

In der kalten Jahreszeit sieht man bisweilen Dampfwölkchen aus der Kanalisation steigen. Wasser aus Duschen, Küchen, Waschmaschinen hebt die Durchschnittstemperatur der Abwässer immerhin so stark, dass moderne Technik daraus ein gewisses Maß an Energie ziehen kann.

Über Wärmetauscher kann diese Abwärme in Zentralheizungen gespeist werden und hier zumindest einen Grundbedarf decken, so dass weniger zugeheizt und damit Energie eingespart wird. Ein solches Pilotprojekt in Straubing funktioniert bereits seit 2010, allerdings unterstützt die öffentliche Hand die Wirtschaftlichkeit mit Fördermitteln.

Im Würmtal brachte Grünen-Gemeinde- und Kreisrätin Anne Franke aus Gauting das Thema aufs Tapet. In ihrer Eigenschaft als Verbandsrätin im Würmtal-Zweckverband beantragte sie, die Möglichkeit einer Wärmerückgewinnung aus Abwasser im Würmtal zu prüfen.

In einem Zwischenbericht schreibt der Würmtal-Zweckverband, dass die Wirtschaftlichkeit dieser Energiequelle von drei Faktoren abhängt: der Temperatur des Abwassers, der Abflussmenge, die mindestens 50 m3 pro Stunde betragen sollte (und das auch in den Nachtstunden) sowie der Distanz vom Hauptkanal zum Abnehmer/Nutzer, die je nach Größe der Anlage 150 bis 200 Meter nicht überschreiten sollte.

Die Techniker des WZV richteten zwölf Messpunkte im Würmtal ein, um diese Daten zu ermitteln. Demnach liegt die Durchschnittstemperatur des Abwassers bei rund 17 Grad. Mögliche (kommunale) Abnehmer sind zwischen 50 und 200 Meter vom Hauptstrang der Kanalisation entfernt. Allein dieser käme für eine Energiegewinnung in Frage, weil nur hier annähernd genug Abwasser fließt - und auch das nur tagsüber. Deshalb kommt der Zwischenbericht zu dem Schluss, auf eine Umsetzung vorläufig zu verzichten. Sollte eine Gemeinde ein Neubauprojekt planen, könnte sie gemeinsam mit dem WZV für den konkreten Fall untersuchen, ob eine Energiegewinnung aus Abwasser sinnvoll wäre.

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