Lillinghof - Nachdem ein Doppeldecker bei einer Flugschau in der Nähe von Nürnberg in die Zuschauermenge gerast war, schwebt ein Opfer noch immer in Lebensgefahr. Die Ursache des Unglücks bleibt unklar.

© dpa
Ein abgestürtzter Doppeldecker liegt am Sonntag bei Schnaittach (Mittelfranken) auf dem Segelflugplatz Lauf-Lillinghof.
Die Unfallursache war zunächst unklar. Zwei Experten des Luftfahrtbundesamtes waren noch am Sonntagabend am Unglücksort eingetroffen und hatten Ermittlungen aufgenommen. Polizeiangaben zufolge forderten diese inzwischen in ihrer Behörde Unterstützung an, die Montag eintreffen soll. Am späten Sonntagabend waren die Untersuchungen aufgrund der Dunkelheit unterbrochen worden. Die rund 70 Jahre alte Maschine wurde in der Nacht von Polizisten bewacht, um Manipulationen zu verhindern.
Mehrere Augenzeugen berichteten, die Maschine habe anscheinend nicht ausreichend Tempo gehabt, um abzuheben. Der frühere Vorsitzende des Segelflug-Clubs Lauf, Thomas Horz, vermutete dagegen, der Flugzeug-Oldtimer könnte von einer starken Windböe nach rechts gedrückt worden sein. Er habe beobachtet, wie der Flügel kurz den Boden berührt habe. Dadurch sei das Flugzeug destabilisiert worden.
Die Maschine fuhr sich den Berichten zufolge daraufhin geradewegs durch die Zuschauermenge und kam rund 20 Meter vor dem Kontrollturm zum Stehen. Dort kippte sie auf die Nase. “Wir waren gerade beim Kaffeetrinken, als auf einmal Tische und Bänke durch die Luft flogen - und auf ein Mal hatten wir den Propeller der Maschine vor uns“, sagte ein Augenzeuge.
dpa



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