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Geständnis: 20-Jähriger tötet Freundin mit Hammer

Geständnis: 20-Jähriger tötet Freundin mit Hammer

Coburg - Für den gewaltsamen Tod einer 16 Jahre alten Schülerin aus Coburg ist ihr Freund verantwortlich. Während eines Streits hatte der 20 Jahre alte Mann  das Mädchen mit einem Hammer attackiert und getötet.

© dpa

Beamte der Spurensicherung durchsuchen am Mittwoch das Wohnhaus des geständigen Täters in Coburg-Scheuerfeld (Oberfranken).

Nach drei Tagen vergeblicher Suche führte der Täter die Beamten selbst zum Tatort. Schrecklicher Fund auf einer Waldlichtung bei Coburg: Die 16-jährige Linda H. wurde erschlagen und erstochen. Danach brachte der Täter Jerry J. (20) den nackten Körper in den Wald. Am Freitag hatte das Mädchen die elterliche Wohnung verlassen. Sie wollte zu ihrer besten Freundin. Ein Bekannter, mit dem sie seit Kurzem über Facebook Kontakt hatte, sollte sie fahren – der Berufsschüler Jerry J. Dann verschwand Linda.

Am nächsten Morgen meldeten ihre Eltern sie als vermisst. Zunächst versuchte die Polizei, ihr Handy zu orten – mit Erfolg: Es war zuletzt in Scheuerfeld eingeloggt. Zu diesem Zeitpunkt hofften Angehörige und Freunde, Linda sei einfach ausgerissen. Ein Spezl stellte ein Video ins Netz, mit dem Titel: „Linda komm wieder heim bitte!“ Doch als am Montagabend eine Passantin das Handy in Scheuerfeld fand, gab es kaum mehr Hoffnung. Intensiv prüfte die Polizei die Kontakte des Mädchens und stieß so auf den mehrfach vorbestraften Jerry J. Ein weiterer Hinweis: Ein blaues Auto, wie es Jerry J. fährt, war am Samstagmorgen in der Nähe des Handy-Fundorts gesehen worden. Als die Beamten den Jungen zu Hause aufsuchten, wirkte er nervös. Beim Blick in seinen Wagen stellten die Polizisten fest, dass Teile der Innenverkleidung im Kofferraum fehlten. J. musste mit zur Wache.

Hauptkommissar Roland Holzheid: „Wir haben ihn stundenlang vernommen.“ Schließlich führte der mutmaßliche Täter die Ermittler zur Leiche. Am Mittwoch wurde J. dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl lautet auf Totschlag. Leitender Oberstaatsanwalt Anton Lohneis: „Derzeit fehlen die Mordmerkmale. Es gibt keine Hinweise auf ein Sexualdelikt.“

Nach der Schilderung von J. war es am Freitag in seiner Wohnung zu einem Streit mit Linda gekommen. Lohneis: „Im Laufe dieser Auseinandersetzung versetzte der Beschuldigte dem Opfer mehrere Schläge mit einem Hammer in den Kopfbereich. Ferner benutzte er ein Messer.“ Linda verblutete.

tz

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