Illertissen - Der Druck auf die Schule war wohl zu groß: Das Mädchen (17), das von einer Privatschule fliegen sollte, weil sie aus der Kirche ausgetreten war, darf bleiben.
Der Vorstand des Schulträgers habe die Entscheidung der Schülerin und ihre Beweggründe respektiert. Die Schülerin will sich nach eigenen Angaben weiterhin mit den Wertvorstellungen und den Erziehungs- und Bildungszielen der Schule identifizieren. Durch den Austritt sei das Vertrauensverhältnis zwar gestört, jedoch nicht zerrüttet, hieß es.
Für die 17-Jährige hatte sich auch der Neu-Ulmer Landrat Erich Josef Geßner (CSU) eingesetzt. Er hatte an die Weltoffenheit des Schulträgers appelliert, der Schülerin einen Wechsel in ein sieben Kilometer entferntes Gymnasium zu ersparen.
Inzwischen teilte Augsburgs Weihbischof Anton Losinger mit, dass in den ersten vier Monaten des Jahres rund 5100 Katholiken im Bistum aus der Kirche ausgetreten seien. Ein Sprecher des Augsburger Standesamtes sagte, allein in Augsburg habe sich im April die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zum Vorjahresmonat verdreifacht.
dpa



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