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A-99-Südring-Gegner bezweifeln dessen Bedarf

Südring-Gegner: "Zahlen werden verschwiegen"

München - Im Kampf gegen den A-99-Südring bezweifeln die Bürgerinitiativen dessen Bedarf. Sie vermuten, dass dieser längst überpüft wurde, jedoch bewusst zurück gehalten werde.

Der Autobahn-Südring: mögliche Varianten (eine größere Ansicht finden Sie am Artikelende)

© Ertl (MM)

Der Autobahn-Südring: mögliche Varianten (eine größere Ansicht finden Sie am Artikelende)

Karl Hofmann, der Vorsitzende der "Vereinigten Bürgerinitiative Südlicher Erholungsraum München", ist der Überzeugung, dass die Zahlen einer Bedarfserhebung zur Südumgehung deren Bau nicht rechtfertigen würden und deshalb bewusst verschwiegen würden. In einem Schreiben an die Autobahndirektion Süd forderten die Umgehungsgegner deshalb diese Zahlen erneut ein.

Die Bürgerinitiativen können sich mit keiner der derzeit im Raum stehenden 18 Varianten des Südrings anfreunden. Die Entlastung für die örtliche Bevölkerung wäre nur gering, die Umweltbelastung dafür umso größer.

„Von einer ergebnisoffenen Machbarkeitsstudie kann keine Rede sein“, ärgert sich auch Burkhard Gagzow, Sprecher der Würmtalinitiativen. Wäre das Vorgehen objektiv gewesen, „wäre der Südring vom Tisch“, ist sich Burkhard sicher. Obwohl sich bei der Suche nach geeigneten Trassenführungen gezeigt habe, dass es keinen konfliktfreien Raum gibt (wir berichteten), wurden 18 Trassen in eine „Raumwiderstandskarte“ eingetragen. „Die Autobahndirektion will um jeden Preis eine Trasse durchsetzen“, mutmaßt Gagzow.

Dies befürchtet auch Karl Hofmann, Vorsitzender der „Vereinigten Bürgerinitiative Südlicher Erholungsraum München“ aus Oberhaching: „Wenn man über eine halbe Million in die Planung gesteckt hat, verpflichtet das zur Nacharbeit, auch wenn man das Vorhaben fallen lassen müsste.“ Er hofft, die Umgehung zu stoppen: „Wenn schon nicht für uns, dann für unsere Kinder. Die Gier nach Landschaftsverbrauch muss aufhören.“

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