006.10.09|Bayern|Bayern|
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München - Die Grundschulreform des bayerischen Kultusministeriums stößt bei Schulleitern auf scharfe Kritik. Sie befürchten mehr Lernstress für die Schüler und sprechen von Zuständen „wie auf dem Gymnasium“.
Während Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) die Reform als „hilfreich“ für Eltern und Schüler verteidigt, ist der Lehrerverband BLLV gegenteiliger Auffassung: Vorstandsmitglied Simone Fleischmann, zugleich Rektorin in Poing (Kreis Ebersberg), spricht von einem „programmierten Unterricht“ ohne Freiraum. „Die Schüler pauken jetzt“, heißt es aus einer Grundschule in Rosenheim. „Der Stress wird wesentlich höher.“ Eine Rektorin in Dachau charakterisiert die Regelung als „unglückliche Verschärfung“; zudem werde der „pädagogische Freiraum der Lehrer“ beschränkt. BLLV-Präsident Klaus Wenzel spricht von „pervertiertem Lernen“.
Das Kultusministerium verweist hingegen auf verpflichtende probenfreie Wochen, die die Schulen zum Ausgleich anbieten müssen.
von Dirk Walter

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