315.07.09|Bayern|Bayern|
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Schmuser, Luderhaus, Okulist – wer über solche Begriffe stolpert, muss kein schlechter Bayer sein. Aber er könnte sich fortbilden. Zum Beispiel indem er bei unserem Quiz miträt.

© dpa
Gebirgsschützen beim Patronatstag.
Dass es „das“ Bairisch nicht gibt, war den Herausgebern Reinhard Heydenreuter, Wolfgang Pledl und Konrad Ackermann durchaus klar. Altbayern, Schwaben, Franken haben ihre Eigenheiten, es gibt Vermischungen an den Sprachgrenzen, und dazu kommen noch Spracheinflüsse aus dem Französischen, Lateinischen und Hebräischen. Vor allem letzteres ist kaum bekannt.
Der Buchstabe C ist fast rein Lateinisch – da fragt es sich, ob ein Historiker mit einem Latein-Lexikon nicht besser bedient wäre. Wer sich Wort für Wort durchblättert, stößt auf weitere Ungereimtheiten. Warum ist „Oculist“ ein fahrender Augenarzt, eine Seite weiter aber der „Okulist“ schlicht nur der Augenarzt? Und ob jetzt Wörter aus der NS-Zeit wie Blockleiter oder Flak in ein Nachschlagewerk zum Bairischen gehören, ist doch sehr fraglich.
Während „Vom Abbrändler zum Zentgraf“ mit staatlicher und auch finanzieller Unterstützung dreier einschlägiger Institutionen zur bayerischen Geschichte entstand – sogar die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns war beteiligt –, ist ein weiteres Nachschlagewerk pure Fleißarbeit einiger Idealisten. Der Laufener Sprachschützer Hans Müller hat mit Helfern aus dem Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau – eine Abspaltung des fast gleichnamigen Fördervereins – 5400 Begriffe aus dem Chiemgau in einem dicken Heft gesammelt und jetzt in zweiter Auflage veröffentlicht.
Von Dirk Walter

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