014.10.09|Bayern|Bayern|9
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Es ist höchste Eisenbahn für eine schnellere Bahn-Anbindung des Flughafens München. Die Deutsche Bahn baut auf ein Gutachten, dessen Ergebnisse im November erwartet werden.

© dpa
Die Diskussionen um eine sinnvolle Verkehrsanbndung des Münchner Flughafens gehen in die nächste Runde.
"Keiner nimmt hier mehr das Wort ,Transrapid’ in den Mund", ermahnte Claudia von Brauchitsch die Runde. Die Moderatorin des Fernsehsenders München TV diskutierte mit Bayerns ehemaligem Verkehrsminister Otto Wiesheu, dem bayerischen Bahnchef Klaus-Dieter Josel, Willi Kleine von den Wacker-Werken Burghausen und Erdings Bürgermeister Max Gotz über eine verbesserte Schienenanbindung des Münchner Flughafens.
Östlich des Flughafens hat die Stadt Erding inzwischen selbst die Planungen in die Hand genommen. Der dringend erforderliche S-Bahn-Ringschluss dürfe nicht eine 800 Jahre alte Stadt von Süden nach Norden durchschneiden, sagte Bürgermeister Gotz, der sich über die ertraglosen Verhandlungen mit der Bahn ärgerte. Noch weiter östlich wundert sich Wacker-Mann Willi Kleine, dass die DB den Ausbau nach Mühldorf nicht forciere. „Die Bahn würde Geld verdienen“, sagte Kleine und erinnerte daran, dass im Chemiedreieck 25 Unternehmen rund 25 000 Menschen beschäftigen und jährlich über acht Milliarden Euro umsetzen. „Jeden Tag fliegen Hunderte aus dem Chemiedreieck in die Welt. Mit dem Zug braucht man bis zu drei Stunden an den Flughafen.“
Flughafenchef Michael Kerkloh ist für alles: Ringschluss, schnelle Anbindung an die Münchner Innenstadt. „Wir brauchen aber auch langfristig einen Fernbahnanschluss.“ Im transeuropäischen Netz gebe es zwei Strecken, die über München führen. „Warum soll nicht eine davon über den Flughafen gehen?“ Wiesheu ist da skeptisch: „90 bis 95 Prozent der Bahnreisenden aus Augsburg, Ulm, Kempten, Garmisch oder Rosenheim wollen zum Hauptbahnhof“, rechnete das ehemalige DB-Vorstandsmitglied vor. Die fänden es nicht lustig, am Flughafen aussteigen zu müssen.
von Dieter Priglmeier

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