Regensburg - Ein Sexualverbrecher (51) hat vor Gericht gestanden, im Straubinger Hochsicherheitsgefängnis eine Therapeutin als Geisel genommen und sie stundenlang missbraucht zu haben.

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Die Justizvollzugsanstalt Straubing.
Der 51-jährige Häftling hat das Verbrechen am Dienstag vor dem Landgericht Regensburg zugegeben. Der Mann hatte die Cheftherapeutin des Gefängnisses überwältigt und zweimal vergewaltigt. Erst nach mehr als sechseinhalb Stunden gab der wegen eines Sexualmordes einsitzende Mann auf und ließ die damals 49 Jahre alte Diplom-Psychologin gehen.
Laut Anklage hatte der Mann die Frau im April 2009 in ihrem Büro überwältigt. Dazu nutzte er ein selbst gebasteltes Messer. Dann fesselte er die Therapeutin mit Klebeband und knebelte sie mit einem Schal. Später zog der Mann das Opfer aus und verging sich mehrfach an ihm. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Häftling mit der Geiselnahme ein Telefonat mit seiner Brieffreundin erzwingen wollte.
Der Mann hat bereits mehr als drei Jahrzehnte seines Lebens in Haft gesessen. Erstmals fiel er als 13-Jähriger wegen einer Sexualtat auf, damals war er aber noch nicht strafmündig. Danach folgten Verurteilungen wegen Vergewaltigungen und 1985 wegen eines Sexualmordes. Er hatte eine 25-Jährige vergewaltigt und umgebracht. Bereits in den 1980er Jahren hatte er mit einem Komplizen in Aschaffenburg einen Gefängnisaufseher als Geisel genommen und war aus der Untersuchungshaft geflüchtet. Die Männer wurden allerdings kurze Zeit später wieder gefasst. Die JVA im niederbayerischen Straubing ist das Gefängnis im Freistaat, in dem die meisten zu langen Haftstrafen verurteilten Täter untergebracht werden. Etwa jeder vierte der rund 850 Gefangenen wurde wegen Mordes zu einer lebenslangen Haft verurteilt.
dpa



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