München - In Bayern haben Landwirte aus Versehen Gen-Mais auf 800 Hektar ausgesät. Die Panne ist erst jetzt, nach fünf Wochen, bekannt geworden. Nun wird Kritik an niedersächsischem Agrarministerium laut.
Landwirte in Bayern haben offenbar unbewusst auf großen Flächen Maissaatgut mit gentechnisch veränderten Bestandteilen ausgesät. Das Saatgut mit dem Genmais NK 603 stammt von dem Konzern Pioneer Hi-Bred, es soll an Zwischenhändler in bis zu sieben Bundesländern geliefert worden sein. Auch in Bayern wurde das Saatgut etwa von der BayWa weiterverkauft. Allein die BayWa verkaufte Saatgut für 132 Hektar, bestätigte eine Pressesprecherin. In ganz Bayern soll das Saatgut auf rund 800 Hektar ausgebracht worden sein, in ganz Deutschland rund 3000 Hektar. Jetzt muss die Aussaat vernichtet werden. „Bayern hat eine klare Haltung: Die Pflanzen werden beseitigt“, erklärte eine Sprecherin des bayerischen Umweltministeriums.
dw/mps
Rubriklistenbild: © dpa


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