031.01.10|Bayern|2 KommentareFacebook
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München - In Sonntagsreden wird die Tätigkeit von Pflegekräften gelobt. Ihre Arbeit findet aber oft weder in der Gesellschaft noch auf dem Gehaltszettel Anerkennung. Auf einem Symposium machten Mitarbeiter-

© dpa
Die Zuwendung zu alten Menschen kommt in der Pflege oft zu kurz. Aber auch die Pflegekräfte haben es schwer.
Die heile Welt bei den Wohlfahrtsverbänden ist ins Wanken geraten. Zunder gab es in München beim Symposium der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAGFW) und der Gewerkschaft Verdi auch aus den eigenen Reihen. Da wurde nicht nur Kritik an der Sozialpolitik ganz allgemein geübt, die Mitarbeiter nahmen sich auch ihre Arbeitgeber zur Brust. Die Zeit der Selbstbeweihräucherung sei vorbei. Vor allem aber müsse endlich der gegenseitige Unterbietungswettbewerb aufhören.
Die „Soziale Arbeit“ ist ins Gerede gekommen. Stets aufs Neue wird zwar ihr hoher Wert betont, in barer Münze zahlt sich das für die im Sozialsektor tätigen Menschen aber nicht aus. Verdi-
Attraktiv macht dies einen solchen Beruf für junge Leute nicht gerade. Der bayerische Diakonie-
Ob in kirchlichen Verbänden oder anderen – überall hat das Wettbewerbsprinzip Einzug gehalten. In manchen greift auch das „Prinzip Schlecker“ um sich. Mitarbeiter werden an eine Leihfirma weiter gereicht und dann zu niedrigeren Löhnen beschäftigt. Pflegekritiker Claus Fussek appellierte an die Verantwortlichen: „Legt auf den Tisch, was gute Pflege kostet.“ Es dürfe doch nicht sein, dass die Mitarbeiter von Wohlfahrtsverbänden von ihrem Gehalt nicht leben könnten. Zugleich kritisierte Fussek die Zusammensetzung der Vorstände in den Verbänden, in denen meist auch Politiker säßen. Er vermisst die Kampfbereitschaft und zitierte den Kabarettisten Dieter Hildebrandt: „Wer überall die Finger drin hat, kann keine Faust mehr ballen.“
Die sechs in der LAGFW organisierten Verbände sollten sich auf einen Flächentarifvertrag einigen, verlangte ein katholischer Diakon. Bei Schrauben und Muttern werde auch auf einheitliche Größen geachtet. Wer darunter liege, sei eben ein „sozialer Bastard“. Der Verdi-
Barbara Just
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02.02.10 meint Katzenmann (anonym)
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