Ingolstadt - Trauer und Bestürzung bei der Bundeswehr in Süddeutschland: Der Tod von vier Soldaten aus Ingolstadt, Weiden und Ulm hat die Kämpfe im fernen Afghanistan wieder stärker ins Bewusstsein gerückt.

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“Die Stimmung in den Kasernen ist natürlich bedrückt“, berichtete Kapitänleutnant Daniel Auwermann vom Ulmer Kommando.
Auch Ingolstadts Bürgermeister Albert Wittmann (CSU) zeigte sich tief betroffen - vor allem weil er die Belastungen eines Auslandseinsatzes aus eigener Anschauung kennt: Der Oberstleutnant der Bundeswehr war in den 90er Jahren in Somalia stationiert.
In Ulm rief der Befehlshaber die Soldaten zusammen, um sie über die Situation zu informieren. Er habe vor allem die Kameraden, die dem gefallenen Soldaten nahe standen, darauf hingewiesen, dass sie jederzeit zum Militärseelsorger oder Truppenpsychologen gehen können, berichtete Auwermann. Das Ulmer Kommando soll eine bis zu 60 000 Mann starke multinationale EU-Truppe führen. Die Soldaten sollen im Notfall jederzeit ausrücken können - auch nach Afghanistan.
Weder in Ulm noch in Ingolstadt ist bislang über eine zentrale Trauerfeier entschieden worden. Die Ulmer Münstergemeinde werde aber am Sonntag auf jeden Fall im Gebet des gefallenen Soldaten gedenken, sagte Dekan Ernst-Wilhelm Gohl. Bereits am Ostersonntag habe man für die drei an Karfreitag gefallenen Soldaten aus einer Einheit in Niedersachsen gebetet. “Nun rückt es natürlich auch persönlich näher, wenn es ein Soldat aus der eigenen Stadt ist.“
Von Berit Schmidt und Axel Hofmann
Rubriklistenbild: © dpa


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