München - Seit einem Jahr ist Bayern qualmfrei. Die Gastronomie klagt über weniger Gäste, Umsatzeinbußen und Entlassungen - und will dies in einer am Montag vorgestellten Studie belegen.
604 Gastronomie-Betriebe in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken haben die Mitarbeiter des Münchner Instituts für Marktforschung (mifm) zwischen Mai und Juli dieses Jahres befragt. Darunter waren Bars, Bistros, Coffeeshops, Discos, Gaststätten und Kneipen. Laut mifm habe man durch ein sehr aufwändiges Screening-Verfahren, also durch genaue Unterscheidung der verschiedenen getränkegeprägten Kleingastronomiebetriebe, eine repräsentative Umfrage erstellen können.
47 Prozent der Befragten kennen Wirte, die ihren Betrieb wegen des Rauchverbots geschlossen haben oder über Schließung nachdenken. Knapp 30 Prozent denken selbst übers Aufgeben nach.
Die Initiatoren der Befragung sehen sich durch die Ergebnisse bestätigt. "Mit dem bayerischen Rauchverbot wurde eine falsche Wirkung erzielt. Hier wurde auf dem Rücken der Kleingastronomie eine Strategie umgesetzt, die eigentlich keine Ziele verfolgt", sagt Bodo Meinsen, Vorsitzender der Bürger für Freiheit und Toleranz. So sieht es auch die Chefin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Angela Inselkammer: "Die Studie belegt, dass im Fall des Rauchverbotes bei den Wirtshäusern genau das eingetreten ist, worauf wir im Vorfeld hingewiesen haben: Rückläufige Umsätze, die viele kleinere Betriebe vor das Aus stellen."
kb
Rubriklistenbild: © dpa


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