Heinsberg - Die Polizei im nordrhein-westfälischen Heinsberg warnt die Bevölkerung vor Karl D., der "Sex-Bestie von Geretsried". Nach seiner Haftentlassung in Bayern hatte sich der 57-Jährige in den Ort bei Mönchengladbach zurückgezogen.

© Eberhard Unfried
Karl D. hat sich nach Nordrhein-Westfalen zurückgezogen.
Video: Geretsried hat Angst vor der "Sex-Bestie"
Karl D. ist nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft rückfallgefährdet. Wegen der Vergewaltigung von drei 14- und 15-jährigen Mädchen habe er bereits zwei Haftstrafen verbüßt. Zuletzt habe er in Bayern wegen der Vergewaltigung zweier Mädchen 14 Jahre im Gefängnis gesessen. Einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf nachträgliche Sicherungsverwahrung habe das Landgericht München abgelehnt.
Das Landgericht München hatte den Antrag der Staatsanwaltschaft auf nachträgliche Sicherungsverwahrung abgelehnt, obwohl zwei Gutachter zuvor vor der Gefahr weiterer Sexualstraftaten des Mannes aufgrund seiner spezifischen Persönlichkeitsmerkmale - unter anderem Sadismus - warnten. Das Gericht sah keine gesetzliche Voraussetzung für die Sicherungsverwahrung. Vor seiner Verurteilung hatte ein Psychiater einen Hang zu schwersten Straftaten verneint. Laut Polizei liegt der Antrag über nachträgliche Sicherungsverwahrung jetzt dem Oberverwaltungsgericht München zur Entscheidung vor.
dpa



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