Augsburg - Der frühere Augsburger Bischof Mixa hofft offenbar auf seine Rehabilitierung. Während Spekulationen über vermeintliche Intrigen gegen Mixa kursieren, ist man sich in Kirchenkreisen sicher: Ein Zurück nach dem Rücktritt ist undenkbar.

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Walter Mixa will zurück nach Augsburg. Im Juli – so heißt es – werde er zum Papst nach Rom reisen.
Inzwischen kursieren Geschichten, nach denen Mixa drei Tage nach seinem Rücktrittsangebot dieses zurückgezogen habe. Später sei er vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Freisinger Erzbischof Robert Zollitsch, und dem Münchner Erzbischof Reinhard Marx „gezwungen“ worden, ein erneutes Rücktrittsschreiben an den Papst zu richten. Doch es gibt auch eine andere Lesart. Zu fragen wäre, ob nicht Marx und Zollitsch sogar im Auftrag des Papstes noch einmal mit Mixa gesprochen haben. In Kirchenkreisen ist man sich einig, dass Mixa durch die geleugneten Prügel und die Finanzunregelmäßigkeiten seine Wahrhaftigkeit eingebüßt hatte.
Laut Mangold würden nun Märchen konstruiert, aus denen man einen schönen Krimi schreiben könnte. „Die Sache ist erledigt. Man muss jetzt einen Weg in die Zukunft finden. Einen Weg, der auch die Würde von Mixa berücksichtig.“ Einen Rücktritt vom Rücktritt hält er für chancenlos. Er hofft aber, dass der Papst nach gegebener Zeit für Mixa eine Aufgabe im Vatikan finde. Das Hauptproblem sei jedoch, dass dieser zurück wolle in die Diözese Augsburg. Das aber würde die Spaltung nur verstärken.
Der Diözesanratsvorsitzende wünscht sich, dass Mixa einen Ratgeber findet, „der ihm klarmacht, wie die Wirklichkeit aussieht“. Und die beschreibt ein Insider so: „Was wäre das für ein öffentliches Echo, wenn der Papst den Rücktritt eines Bischofs zurücknähme, der Kinder geprügelt und gelogen hat und dem man Veruntreuung von Geldern zur Last legt?“ Mangold sieht es so: „Walter Mixa lebt in einer Fantasiewelt. Das ist anscheinend das Problem.“
Claudia Möllers



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