Brannenburg - Im Mangfallgebirge sind eindeutige Spuren eines freilebenden Wolfs entdeckt worden. „Wir sind auf diese Situation vorbereitet“, versichert der bayerische Wildtier-Beauftragte Manfred Wölfl.

© dpa
Bei Brannenburg ist ein freilebender Wolf entdeckt worden (Symbolbild).
Das gerissene Tier war Ende Dezember im Großraum Brannenburg/Bayrischzell nahe des Tatzelwurms westlich des Inns entdeckt worden. Schon damals wies die Größe der Bisswunden auf einen Wolf hin, ein Verdacht, der sich kürzlich bestätigt habe, wie Wölfl sagt. Speichelproben ergaben, dass das Rotwild von einem Wolf aus der Alpen-Population gerissen worden sei. Im italienischen und französischen Alpenraum gibt es rund 30 Wolfs-Rudel. Unklar ist aber noch, ob der jetzt in Oberbayern identifizierte Wolf mit jenem Tier identisch ist, das im Oktober bei Imsterberg in Tirol Schafe attackiert und auch getötet hatte. Letzte Klarheit in dieser Frage werden Genanalysen bringen, deren Ergebnis aber noch aussteht.
Sowohl die Landesanstalt für Landwirtschaft als auch der Bayerische Jagdverband und der Bund Naturschutz seien über den Wolf in Oberbayern informiert. „Alle Beteiligten verhalten sich sehr konstruktiv, die Stimmung ist sehr gut“, betonte Wölfl.
von Dirk Walter



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