Stuttgart - Gut zehn Monate nach dem Amoklauf von Winnenden hat die Staatsanwaltschaft den Vater des Täters Tim K. wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

© dpa
Vater von Winnenden-Amokläufer Tim K. angeklagt.
Jörg K. bewahrte die bei der Tat verwendete Pistole und Munition im Schlafzimmer auf und muss sich deswegen auch wegen Verstoß gegen das Waffengesetz verantworten, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde am Freitag in Stuttgart mitteilte. Ihm wird auch fahrlässige Körperverletzung in 13 Fällen zur Last gelegt. Ein Termin für die Verhandlung vor dem Stuttgarter Landgericht steht noch nicht fest.
Tim K. war vor der Tat in psychiatrischer Behandlung. Welche Rolle dieser Umstand in dem Verfahren gegen seinen Vater spielt, ist noch unklar. “Ob darüber hinaus schulderhöhende Umstände vorliegen, wird in der Hauptverhandlung zu klären sein“, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Dies gelte etwa für die Frage, ob der Vater aufgrund konkreter Anhaltspunkte die Gefahr eines Missbrauchs der Tatwaffe durch Tim K. hätte erkennen können und müssen.
Die Staatsanwaltschaft wollte das Verfahren gegen Jörg K. offenbar mit einem Strafbefehl abschließen. Davon sei abgesehen worden, “um eine vollständige und transparente Aufklärung aller für und gegen den Angeschuldigten sprechenden Umstände zu erreichen, die für die Frage der Schuld und die Bemessung der Rechtsfolgen von Bedeutung sind“. Daneben sprachen auch “generalpräventive Erwägungen“ für eine Anklage. Wegen der besonderen Bedeutung des Falles wurde die Anklage nicht beim Amtsgericht, sondern beim Landgericht Stuttgart erhoben. Ende## AP/rd,os/se
Karte wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.