Winnenden - Zum ersten Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden werden am Donnerstag vor der Albertville-Realschule Gedenkplatten für die 15 Opfer niedergelegt. Nicht alle Angehörigen werden daran teilnehmen.

© dpa
Eine Frau trauert am Donnerstag (12.03.2009) vor der Albertville-Realschule in Winnenden mit einem Kind im Arm um die Opfer des Amokläufers Tim K.
An der Gedenkveranstaltung wollen nicht alle Angehörigen der Opfer teilnehmen. Das sagte Barbara Nalepa, Mutter einer Schülerin, die von dem 17-jährigen Täter erschossen wurde, dem Hit-Radio Antenne 1 in Stuttgart. Um 11.00 Uhr, wenn das öffentliche Gedanken vor der Albertville-Realschule beginnt, möchte die Familie das Grab besuchen. “Unsere Tochter ist um kurz vor 11.00 Uhr im Krankenhaus verstorben. Zu diesem Zeitpunkt möchten wir gern allein sein und an ihrem Grab stehen“, sagte die 38-Jährige.
Die Sprecherin des “Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden“, Gisela Mayer, forderte erneut eine Verschärfung des Waffenrechts. Waffen in Privatbesitz müssten in Sammelstellen aufbewahrt werden, sagte sie der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung“. Sie fügte hinzu: “Ganz konkret brauchen wir einen besseren Jugendschutz im Bereich Killerspiele.“
dpa/dapd
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