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"Beruf Kunstvermittlung": Was sich dahinter verbirgt

"Beruf Kunstvermittlung": Was sich dahinter verbirgt

München - Der Verband „Beruf Kunstvermittlung“ feiert sein einjähriges Bestehen – und unternimmt nun einiges, um bekannter zu werden. Was sich dahinter verbirgt:

© Haag

Neugier auf die Kunst wecken: Angelika Grepmair-Müller (li.) und Marion Oelmann vom Verband „Beruf Kunstvermittlung“ freuen sich über steigende Mitgliederzahlen.

Nein, sie verkaufen keine Kunstwerke. Auch wenn sie sich „Kunstvermittler“ nennen. Marion Oelmann und Angelika Grepmair-Müller arbeiten in diesem Beruf seit 13 beziehungsweise 20 Jahren. Regelmäßig werden sie am Ende ihrer Führungen durch die Münchner Museen gefragt: „Und was machen Sie beruflich?“ Der Verband „Beruf Kunstvermittlung“ will mit diesem Nichtwissen aufräumen, jetzt feiert er sein einjähriges Bestehen.

Früher hatte man sich in den Münchner Museen eher auf den kuratorisch-wissenschaftlichen Aspekt konzentriert. Damals waren es Freiwillige, meist studentische Hilfskräfte, die die Besucher durch die Häuser führten. Doch in den vergangenen fünfzehn Jahren änderte sich diese Einstellung, und damit wurde auch die mündliche Vermittlung professioneller.

Hauptberuflich übernahmen seinerzeit Freiberufler diese Arbeit, mittlerweile haben die einzelnen Häuser feste Teams. Durch etwa 20 Museen führen Oelmann, Grepmair-Müller und ihre Kollegen für die Besucher meist kostenlos, hinzu kommen noch kleinere Institutionen und viele Galerien in der Stadt. Gebucht werden können die Kunstvermittler auch für Schulklassen, Firmenfeiern oder sogar Geburtstage – eine jeweils auf die Gruppe abgestimmte Führung ist dabei obligatorisch.

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Vor einem Jahr schlossen sich die Einzelkämpfer, die alle eine entsprechende akademische Ausbildung haben (meist Kunsthistoriker), zusammen. „Wir stapeln bewusst mit unseren gesetzten Zielen tief, der Verband soll langsam wachsen“, sagt Angelika Grepmair-Müller. Die Vernetzung untereinander soll gefördert, die Professionalität mit verschiedenen Foren gesteigert und der Beruf als solches bekannt gemacht werden.

Vor allem Letzteres trieb die acht Gründungsmitglieder an. Sie hoffen für ihre Arbeit auf Anerkennung und auf angemessene Honorare. Denn der schleichenden Tendenz, Kunstvermittlung als Ehrenamt anzubieten, wollen sie geschlossen entgegentreten: Dadurch ist ihre Existenzgrundlage gefährdet. Mittlerweile hat der Verband 36 Mitglieder. „Und es hat sich herausgestellt, dass miteinander arbeiten besser ist, als nur ständig miteinander zu konkurrieren“, meint die Vorsitzende Marion Oelmann. Nun sollen diese Aktivitäten einer breiteren Öffentlichkeit bewusst gemacht werden. Mitgliedsausweise sind geplant, auch ein Logo als Wiedererkennungszeichen für die Museumsbesucher. Eine Hand, wie sie die Homepage bereits illustriert, wird es wohl werden. Denn der Verband soll die Museen, das Publikum und die Vermittler verbinden. Und neugierig auf Kunst machen.

Weitere Informationen unter www.berufkunstvermittlung.de.

Von Angelika Mayr

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