München - Die Ausstellung „Vom ABC bis zur Apokalypse" der Staatsbibliothek in der Schatzkammer zeigt 15 Blockbücher aus dem 15. Jahrhundert. Was bei der faszinierenden Schau zu sehen ist:

© fkn
„Kunst des Sterbens“: Ein Sterbender wird durch den Unglauben in Versuchung geführt. Illustration in einem Blockbuch.
Es ist schon ein spezielles Thema, dem die Staatsbibliothek in der Schatzkammer eine Ausstellung widmet. Der Blick in die 15 Blockbücher aus dem 15. Jahrhundert in „Vom ABC bis zur Apokalypse“ aber lohnt sich, doch muss er schon sehr genau sein. Denn die mittels Holztafeln gedruckten Bücher sollen in der Ausstellung verglichen werden.
Jeweils eine Inkunabel, also ein mit beweglichen Metall-Lettern gedrucktes Buch, sowie eine Handschrift aus der selben Zeit, mit dem selben Inhalt und mit den selben Bildern liegen daneben – und sogar Experten tun sich beim Unterscheiden zwischen Blockbüchern und Inkunabel oft schwer. Es sind schließlich manchmal nur die winzigen, beim in das Holz hineingeschnitzten Fehler-Häkchen in der Schrift, die entscheiden.
Da die Ausstellung anlässlich eines Forschungsprojektes zur Erschließung und Digitalisierung aller 49 in der Staabi vorhandenen Blockbücher konzipiert wurde, gewähren Wissenschaftler und Restauratoren auch Einblicke in ihre Arbeit. So wird den Besuchern erklärt, wie man mit thermographischen Aufnahmen der Wasserzeichen im Papier den Herstellungsort herausfinden kann. Die Blockbücher können auch unter www.bayerische-landesbibliothek-online.de/xylographa angesehen werden.
(Bis 6. Mai Mo-Fr 10-17 Uhr, Do 10-19 Uhr, Sa./So. 13-17 Uhr; Katalog 18 Euro.)
Von Angelika Mayr
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