617.02.09|KulturFacebook
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Daniel Müller-
Das ist schon paradox: Obwohl Daniel Müller-
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Ich glaube schon. Man will sich da besonders beweisen. Wenn mich niemand im Publikum persönlich kennt, spiele ich womöglich unbeschwerter.
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Alte Instrumente können ziemliche Primadonnen sein. Etwa nach Flügen oder bei zu feuchter Witterung. Für mich ist dieses Cello zweierlei: einmal „nur“ Instrument, zum anderen eine Inspiration, wie die Verlängerung von einem selbst. Ich besitze ja zwei Celli, ein altes und ein neues. Das alte ist wie eine Hallmaschine. Außerdem scheint es mir, als ob die Energie der vielen Benutzer und Stücke förmlich im Holz gespeichert sind. Und das überträgt sich auf einen selbst.
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Mittlerweile habe ich ungefähr 100 Auftritte pro Jahr, halte mir aber Freizeitblöcke frei. Ich habe die Erfahrung gemacht: Je mehr man spielt, desto weniger Anspannung gibt es. Der Fokus verlagert sich aufs Musizieren. Als Kind hatte ich da viel größere Bedenken, wenn ich jemandem etwas vorspielte.
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Die Veranstalter tendieren natürlich zu „sicheren“ Programmen. Ich versuche immer wieder, dem entgegenzuwirken. Schon aus eigenem Interesse, weil ein großes Repertoire einen gewissermaßen frisch hält. Bei der Kammermusik herrscht da größere Freiheit. Prinzipiell stehe ich aber auf dem Standpunkt: Man darf’s dem Publikum nicht zu einfach machen.
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Wichtig ist bei Kindern, so ging’s mir ja auch, das Initialerlebnis. Ein tolles Konzert zum Beispiel. Oder eben die Begegnung mit einem Künstler. Zu den unteren Jahrgangsstufen findet man relativ schnell Kontakt. Die sind wirklich sehr offen, wenn man etwa das Instrument erklärt. Ältere finden das eher uncool.
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Gerade die CD-
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Man muss in den Beruf reinwachsen. Und sich darüber klar werden, dass man auch viel mit Alleinsein konfrontiert ist. Ich hab’ mir anfangs schon die Frage gestellt: Will ich das wirklich? Mit Anfang 20 habe ich mir dann endgültig gesagt: Ja! Und jetzt bin ich unendlich dankbar für diese Berufswahl.
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Naja, man kann sich auch wunderbar in die Musik flüchten. Also braucht man ein kritisches Umfeld. Mein Vater ist Naturwissenschaftler, mein Bruder Anwalt. Abheben ist da schwer möglich. (Lacht.)
Das Gespräch führte Markus Thiel.
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