Mainz - Rudi Assauer hat mit seinem Alzheimer-Bekenntnis für große Betroffenheit gesorgt. Am Dienstag verfolgten 2,5 Millionen den Kampf des Ex-Schalke-Managers im ZDF. Am Donnerstag wird die bewegende Doku wiederholt.

© ZDF
Die Krankheit macht Rudi Assauer zu schaffen: Die "Uhr", die der Alzheimer-Patient vor laufender Kamera zeichnete, zeigt, wie schwer es den EX-Schalke-Manager getroffen hat.
Einige Zuschauer reagierten noch zu später Stunde. Die “Twitter-Kurve“ sei um 50 Prozent verglichen mit dem Normalmaß angestiegen, sagte eine ZDF-Sprecherin. Der Tenor: “Beklemmend, aber sehenswert.“ Die Sprecherin sagte weiter, das Format “37 Grad“ sehe immer 30-Minuten-Beiträge vor, eine erweiterte Version sei daher nicht geplant.
In der Reportage begleitete Autorin Stephanie Schmidt den Fußballmanager und zeigte die Stationen seiner Krankheit. Assauer erklärt selbst in dem Film, er könne sich immer schlechter an Namen erinnern. Auf offiziellen Anlässen, bei denen er gerne gesehen wird, schlägt er sich mit Floskeln durch, weil sein Gedächtnis ihm nicht mehr hilft, sich an alte Bekannte zu erinnern.
Die Geschichte zeigt auch, wie sich Assauer neu in seinem privaten Umfeld zurechtfinden muss: Das Leben mit seiner Frau Britta und das Verhältnis zu seiner Tochter Bettina, bei der er schließlich wieder einzieht. Auch langjährige Weggefährten wie Fußballreporter Werner Hansch, bekannt als die “Stimme des Ruhrpotts“, oder Assauers Büroleiterin Sabine Söldner kommen zu Wort.
Assauer selbst hatte in die Langzeitbetrachtung vor mehr als einem Jahr eingewilligt. “Die schlagartige Aufmerksamkeit für ein Schicksal, das so viele Menschen trifft, ist ein später, und vielleicht sogar der größte Sieg des Rudi Assauer“, schrieb das ZDF in seinem Pressetext zur Sendung. In der vergangenen Woche hatte Assauer erstmals öffentlich über seine Krankheit gesprochen, asl er seine Biografie “Wie ausgewechselt - Verblassende Erinnerungen an mein Leben“ veröffentlichte.
dpa



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