| Name: | Knight and Day |
| Regisseur: | James Mangold |
| Schauspieler: | Tom Cruise, Cameron Diaz, Peter Sarsgaard |
| Jahr: | 2010 |
| Länge: | 109 |
| Land: | USA |
| Genre: | Action |
| Verleih: | 20th Century Fox |
| Starttermin: | 22.07.10 |

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Es ist ein trister Kinosommer für Actionfans: kein James Bond in Sicht, kein „Terminator 5“, „Stirb langsam 5“ oder „Indiana Jones 5“. Da trifft es sich gut, dass Tom Cruise sich auf seine „Mission: Impossible“-Qualitäten besinnt und mal wieder mit seinem Strahlemanngrinsen die Welt rettet. In „Knight and Day“ darf er sich als ultracooler Held fühlen: Er spielt den smarten, anscheinend unverwundbaren Spion Roy, der auch in den brenzligsten Situationen stets alles im Griff hat – einen Agenten mit der Lizenz zum Überleben.
Regisseur James Mangold, der vom Western („Todeszug nach Yuma“) über den Thriller („Identität“) bis zur Biographie („Walk the Line“) souverän die Genres gewechselt hat, mixt hier munter Elemente aus Komödie, Romanze und Actionfilm zu einem leicht verdaulichen Unterhaltungscocktail, der Jungs und Mädels gleichermaßen etwas bietet: Toms Waschbrettbauch und Camerons Bikinifigur, Kabbeleien und Schießereien, quietschende Reifen und prickelnde Dialoge. Rasant werden die Schauplätze gewechselt, von Boston geht’s über Salzburg und Sevilla bis nach Jamaika, halsbrecherisch wird über Hausdächer gerannt und durch Straßenschluchten gerast – so merkt man fast gar nicht, dass die Handlung ein hanebüchener Schmarrn ist und der Film treffenderweise „Schmus mit Cruise“ heißen müsste.
Bei den Salzburger Dreharbeiten im vergangenen Herbst hat das Hollywood-Traumpaar die Mozart-Stadt tagelang in helle Aufregung versetzt; in einer Mülltonne fand sich sogar das streng geheime Drehbuch. Wenn man den Film jetzt sieht, denkt man sich: Welches Drehbuch? Doch wer den Plausibilitätsfilter in seinem Hirn ausschaltet, kann bei diesem sinnfreien Spektakel eine Menge Spaß haben. Zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt die Chemie (obwohl sie ungefähr einen Kopf größer ist als er). Besonders erfrischend ist Miss Diaz, als man ihrer Filmfigur ein Wahrheitsserum eingeflößt hat, woraufhin sie ungefiltert alles ausspricht, was ihr gerade durch den Kopf schießt. Das würde man gern öfter sehen – auf der Leinwand wie im richtigen Leben.
von Marco Schmidt



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