| Name: | Me Too - Wer will schon normal sein? |
| Jahr: | 2010 |
| Länge: | 103 |
| Land: | Spanien |
| Genre: | Liebeskomödie |
| Starttermin: | 05.08.10 |

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Daniel (Pablo Pineda) ist anders. Das spürt der kleinwüchsige Mann seit seiner Geburt. Er leidet am Down-Syndrom – aber in die Gemeinschaft der anderen Behinderten passt der kluge, belesene Kerl auch nicht. Als einziger Europäer mit Down-Syndrom, der ein Universitätsstudium vorweisen kann, ist er (wie vermutlich auch sein Darsteller Pineda, der auch ein Uni-Diplom hat) überall ein Außenseiter.
Verschämte Betroffenheit kommt nie auf, wenn Daniel seiner Laura auf die seidig-blonden Haare oder sie ihn auf dem Betriebsfest vernaschen will. Behutsam und wohl dosiert beschreibt „Me Too“ das Näherkommen eines höchst ungleichen Paares. Ebenso genau beobachten die Filmemacher, wie die Umwelt auf dieses reagiert. Wie herablassend, borniert, überfordert und ohne jedes Verständnis sich die Menschen zeigen. Sogar jene, die von Berufs wegen souveräner mit Behinderten umgehen müssten. Der Kern von Daniels Problem ist der Sex, der Personen mit physischer oder psychischer Beeinträchtigung nicht zugestanden wird. Behinderte werden infantilisiert und so entsexualisiert. Pastor und Naharro sprechen dies zwar an. Blenden aber die entsprechende Szene doch im entscheidenden Moment aus.
Ulrike Frick



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