München - Vive la Trance! Frankreichs Synthesizer-Guru, der ewig elektrisierte Jean Michel Jarre, gab seinen Fans in der Olympiahalle das Gefühl, als wäre gerade das Raumschiff Orion auf dem Oberwiesenfeld gelandet. Die Kritik:

© dpa
Vive la Trance! Jean Michel Jarre in der Olympiahalle.
Es fauchte und zischte, es tuckerte und pluckerte aus Jarres Uralt-Synthies, dass es eine Freude war. Willkommen bei Monsieur Kraftwerk!
Auch mit 63 Jahren und nach vielen eher belanglosen Alben hat der einstige Coverboy der Elektromusik, der Ex-Herzbub von Isabelle Adjani, nichts von seiner Begeisterungsfähigkeit eingebüßt. JMJ hüpft von Instrument zu Instrument, peitscht die gut 4000 Connaisseure ein wie ein analoger David Guetta, spielt mit seinem Moog-Maschinenpark wie ein Bub mit Legosteinen.
Dabei schraubt er an den Reglern wie ein weiser alter französischer Mechaniker an der maladen Kraftstoffversorgung eines 45 Jahre alten Citroën Ami 6. Und bei den Über-Hits Oxygène pt. IV und Équinoxe pt. V würde man am liebsten mitsingen, wenn sie bloß Texte hätten.
Jörg Heinrich
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