München - Nonstop-Kuscheln war angesagt beim Konzert von Laith Al-Deen in der Münchner Tonhalle. Die Kritik:

© Foto: Falke
Laith Al-Deen
Der Kerl weiß, was Frauen wollen – zumindest was sie hören wollen. Laith Al-Deen lieferte in der Münchner Tonhalle ein grundsolides Konzert für zwei Stunden nonstop kuschelnde Paare und hoffnungsfrohe (weibliche) Singles. Doch viel mehr hatte der Abend leider nicht zu bieten, dafür war er schlicht zu perfekt, zu uninspiriert und damit langweilig.
Er singt von „Liebe“, von „Sicherheit“ und vermittelt gleichzeitig mit seiner unverwechselbaren Soulstimme in unzähligen Varianten quasi jeder anwesenden Dame, dass sie die einzig Wahre sei. Und das immer, ohne dass sich Al-Deens Gesichtsfarbe dem roten Scheinwerferlicht anpasst, ohne dass er dabei plump oder gar unglaubhaft wirken würde. Er ist schließlich Experte in Sachen massentauglicher Zweisamkeit und Nächstenliebe, in Sachen epischer Breite.
Angelika Mayr
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