München - Regisseur Uli Edel sowie sein Produzent und Autor Bernd Eichinger haben bei ihrem Film „Zeiten ändern Dich“ einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie haben Bushido nicht ernst genommen.

© dpa
Bushido.
Wenn das Duo Eichinger/Edel dies ernst genommen hätte, dann hätten sie Bushido in der Verfilmung seines Lebens nicht sich selbst spielen lassen dürfen. Somit wird aber hier der Krieger zum Opfer, wie es Bushido ausdrücken würde.
Das größte Problem des Films ist also der Hauptdarsteller, der zudem als Kommentator aus dem Off erzählen muss. Das geht schief und sorgt für unfreiwillige Komik, zumal sich Bushido die Welt vor allem mit den Vokabeln „Respekt“, „Opfer“, „krass“, „Spast“ und „Ehre“ erklärt. Und sobald er auf richtige Schauspieler trifft, zeigt sich seine Talentfreiheit in brutaler Offenheit. Da kann etwa ein Moritz Bleibtreu sich noch so sehr zurücknehmen – er spielt den Rapper trotzdem gnadenlos an die Wand. Bushido muss das bemerkt haben, wirkt er in diesen Szenen noch gehemmter: Offensichtlich bewundert er Bleibtreu, was den Eindruck verstärkt.
(In München: Mathäser, Maxx, Münchner Freiheit.)
„Zeiten ändern Dich“
mit Bushido, Moritz Bleibtreu Regie: Uli Edel
Erträglich ((;;;
Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie Bushido-Fan sind.
Michael Schleicher
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