Superbanner

Roadmovie mit Karoline Herfurth in der Rolle einer Magersüchtigen

Karoline Herfurth in der Rolle einer Magersüchtigen

München - Im Film „Vincent will Meer" spielt Karoline Herfurth eine Magersüchtige, die aus der Therapie ausbricht. Im Interview äußert sich die Schauspielerin über ihre Arbeit und den Roadmovie.

© Verleih

„Es tat manchmal fast weh“: Karoline Herfurth und Florian David Fitz in „Vincent will Meer“, Kinostart ist am 22. April.

Mit elf Jahren hatte Karoline Herfurth ihren ersten Fernsehauftritt in einer Kinderfilmreihe. Seitdem hat sich in der Karriere der Berliner Schauspielerin viel getan: Die inzwischen 25-Jährige spielte das „Mirabellenmädchen" in Tom Tykwers „Das Parfum", arbeitete mit der oscarprämierten Münchner Regisseurin Caroline Link und glänzte neben Kate Winslet und Ralph Fiennes in „Der Vorleser". Am kommenden Donnerstag startet ihr neuer Kinofilm „Vincent will Meer".

-In diesem tragikomischen Roadmovie spielen Sie die Rolle der magersüchtigen Marie, die mit einem Zwangsneurotiker und einem Tourette-Syndrom-Patienten aus dem Heim flieht. Was reizt einen an einer solchen Geschichte?

Ich fand das Drehbuch von Florian David Fitz, der auch die Hauptfigur Vincent spielt, ganz toll. Der Film bietet viele Momente der menschlichen Unbeholfenheit und verbindet dazu noch Ernsthaftigkeit mit Komik.

-War dieser Spagat aus Tragik und Komik nicht problematisch? Immerhin spielen Sie eine junge Frau mit Magersucht.

Es war ein sehr schmaler Grat, nicht komisch auf Kosten der Figur zu sein. Es tat manchmal fast weh, sich auf die Darstellung von Marie einzulassen. Ich konnte mich nicht so ohne weiteres in diese Figur hineinversetzen.

-Das bedeutet genau?

Es ging mir darum, die Schmerzen und Ängste von Marie zu begreifen. Aber etwas sträubte sich in mir dagegen, ich konnte mir zuerst ihre Figur nicht richtig vorstellen oder gar nachvollziehen. Daher musste ich einen neuen Zugang finden.

-Haben Sie mit Experten über die Symptome von Magersucht gesprochen?

Ich habe mit einer Psychologin gesprochen und mich in Foren informiert. Dabei wurde mir klar, dass Magersucht eine sehr individuelle Krankheit ist. Den Zugang zur Rolle habe ich letztlich durch die Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti gefunden. Ich besuchte das Museum of Modern Art in New York, wo einige seiner Werke ausgestellt sind. Durch seine schlanken Figuren und Bilder bekam ich den für mich richtigen Zugang zur Rolle.

-Dass Sie immer für neue Erfahrungen offen sind, beweisen Sie mit der Sprecherinnenrolle im Naturfilm „Das Geheimnis der Flamingos", der gerade auf DVD erschienen ist.

Das alles war Neuland für mich, ich war also ziemlich aufgeregt. Ich arbeite sehr gerne mit der Stimme und fand daher das Angebot natürlich sehr spannend. Allerdings war die englische Originalstimme des Films fantastisch, weshalb ich etwas eingeschüchtert war. Doch der Regisseur hat mir geholfen, und am Ende hat es sogar richtig Spaß gemacht.

-Ist das Sprechen eines Films vergleichsweise leicht?

Überhaupt nicht. Es erfordert höchste Konzentration. Man muss auf Aspekte wie Stimmmelodie und Atemtechnik sehr achten. In einer ganz bestimmten Zeit muss eine bestimmte Anzahl an Wörtern gesprochen und untergebracht werden. Das alles fand ich ganz und gar nicht leicht. Ich musste manche Passagen bis zu zehnmal wiederholen!

-Sie stehen in Ferenc Molnárs „Liliom" im Deutschen Nationaltheater in Weimar auf der Bühne, drehen gerade einen Film mit Hans Steinbichler und studieren sogar noch. Gibt es auch mal Aussicht auf etwas Ruhe?

Ich habe letztes Jahr viel gearbeitet und bin auch aktuell ziemlich beschäftigt, das stimmt. Aber ich versuche bald ein bisschen Pause zu machen.

-Wie gehen Sie eigentlich mit dem Ruhm um?

Ich beschäftige mich nicht damit, mein Beruf bringt das einfach mit sich. Aber in meinem wirklichen Leben findet Ruhm nicht statt. Privat möchte ich einfach nur Karoline sein.

Das Gespräch führte Barnabas Szöcs.

zurück zur Übersicht: Kultur

Kommentare

Ort des Geschehens

48.1391265,11.5801863

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Aktuelle Fotostrecken

Das "Gruftikabinett": Skurrile Bilder vom Wave-Gotik-Treffen in Leipzig

weitere Fotostrecken:

Aktuelle Kino-Filme

In deutschen Filmen wird besonders oft geraucht

In deutschen Filmen wird besonders oft geraucht

Berlin - Im Kinoklassiker “Casablanca“ atmet Humphrey Bogart wohl mehr Zigarettenqualm ein als Sauerstoff. Solche Rauchszenen sind in US-Filmen heute kaum noch denkbar. In Deutschland offenbar schon.Mehr...

Kinostart Men in Black 3 mit Will Smith

"Men in Black 3": Außerirdischer Spaß

Köln - Wer einen faden Aufguss befürchtet hat, sei beruhigt: „Men in Black 3“ schließt an die Sci-Fi-Kultkomödie von 1997 an. Kinogänger dürfen sich auf außerirdischen Spaß freuen.Mehr...

Sudoku online spielen
Nachrichten und Informationen aus Ihrer Umgebung

Wussten Sie schon...

… dass Sie Bilder, Videos und Audio-Dateien/Podcasts bewerten können?

Sobald Sie den Button Dot drücken, geben Sie eine positive Bewertung ab. In der Community werden die bewerteten Objekte automatisch zu den Favoriten hinzugefügt.

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper