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Trennung der Beatles‎ - Die legendären Vier haben in weniger als zehn Jahren die Musikwelt verändert

Trennung vor 40 Jahren: Das Ende der Beatles‎

010.04.10|Kultur|Kultur|
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Artikel: Trennung vor 40 Jahren: Das Ende der Beatles‎

"She loves you, yeah, yeah, yeah!“ - Am 23. August 1963 kam dieses Lied der Beatles heraus und wurde sofort zum Welterfolg. Allein in Großbritannien wurden 1,6 Millionen Platten verkauft.

© dpa

Die Beatles schrieben als „Fabulous Four“, als die legendären Vier, Musikgeschichte. So sahen sie in ihrer Pilzkopfphase aus: Paul McCartney und Ringo Starr (oben von links) sowie George Harrison und John Lennon (unten von links).

Sechs Silben auf drei Tönen - eine schlichtere Zeile hat wohl nie die Welt bewegt. Doch genau das taten die Beatles - mit diesem Song wie mit vielen anderen. Ein knappes Jahrzehnt nur hatte die Band mit den legendären vier Liverpooler Jungs John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr Bestand. Genau vor 40 Jahren, am 10. April 1970, gab Paul McCartney das Ende der Beatles bekannt. Doch die Zeit hatte gereicht, um sie zur größten Legende der neueren Musikgeschichte zu machen.

Hat sich in den Beatles eine neue Zeit ausgedrückt, oder waren sie es selbst, die eine neue Zeit hervorbrachten? Ein wenig trifft wohl beides zu. Eine unglaubliche Geschichte ist es in jedem Fall, wie unbekannte Musiker ohne rechte Ausbildung, die sich Ende der 50er-Jahre aus einer Skiffle-Schülerband formierten, sich in Hamburger Reeperbahn-Clubs professionalisierten, in den 60er-Jahren in kürzester Zeit die Musikwelt eroberten.

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Die Musikwelt? Eher eine Generation junger Menschen. Denn die Hüter der traditionellen Musikkultur wollten von dem Yeah-Yeah-Yeah-Geschrei, wie sie es nannten, nichts wissen. Für viele von ihnen waren die Beatles gleichbedeutend mit dem Untergang der abendländischen Kultur - und in gewisser Weise stimmte das sogar. Denn tatsächlich hat sich mit den Beatles die Musikkultur radikal geändert.

Was die Beatles in ihren Liedern aus verschiedenen Einflüssen wie Skiffle, Rock ’n’ Roll, einer Prise Jazz und der damals aktuellen Liverpooler Stilrichtung des Mersey-Beats zusammenschmolzen, war neu und begeisterte die Jugend auf dem gesamten Globus.

Die vier Pilzköpfe - und mit ihnen eine immer größer werdende Zahl von Bands - etablierten in jenen Jahren die Popkultur - die mächtigste kulturelle Bewegung, seit sich vor 250 Jahren die bürgerliche Kunst von der höfischen Bevormundung löste.

Das alles war nicht absehbar, als die Beatles nach ihren ersten Erfolgen Platte um Platte und Hit auf Hit produzierten. 13 Studioalben entstanden zwischen 1963 und 1970. Das Duo Lennon/McCartney schrieb geniale Songs wie am Fließband - gut 200 hinterließen die Beatles insgesamt.

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Was war ihre Botschaft? „All you need is love“ - befreit euch von den Zwängen einer spießigen Gesellschaft. Unbekümmerte Lebensfreude („Ob-La-Di, Ob-La-Da“) traf auf Traurigkeit („Hey Jude“) und Nachdenklichkeit („Yesterday“) - ein neues Lebensgefühl entstand. Vieles, so die immer länger werdenden Haare der Beatles und ihre Drogen-Experimente, passte zu einer rebellierenden Jugend im Aufbruch. Vereinnahmen ließen sich die Beatles aber nicht. Ihr Protest hatte etwas Spielerisches.

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Ihr kreatives Potenzial ermöglichte ihnen eine explosionsartige musikalische Entwicklung von den schlichten Hits der Anfangszeit wie „She loves you“ hin zu komplexen Stücken, wie sie sich auf dem vorletzten Beatles-Album „Abbey Road“ finden.

Als sie vom Erfolg überrollt und von ausflippenden Fanmassen schier erdrückt wurden, hörten sie 1966 auf mit Live-Konzerten und zogen sich ins Studio zurück. Doch ihre Kreativität ließ sich nicht auf Dauer in einer Studioband bündeln. Als sie sich 1970 trennten, blieb ihr Projekt unvollendet. Doch für viele Millionen Menschen nicht nur ihrer Generation waren die Beatles und ihre Musik ein wichtiger Teil ihres Lebens. 1,3 Milliarden verkaufter Tonträger bis heute sind nur eine Zahl. Was sie aussagt, ist: „We love the Beatles, yeah, yeah, yeah!“

Ein großes Beatles-Spezial gibt es in der gedruckten SonntagsZeit-Ausgabe der HNA.

Von Werner Fritsch

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