München - „Bilder einer Ausstellung“ im GOP

Mit viel Erotik: Travestiekünstler Tomasz im Münchner GOP-Theater. Foto: Alexander Dacos
von jörg heinrich
Münchens vielleicht unterhaltsamste Ausstellung des Jahres findet nicht im Museum statt - sondern im Varieté. Mit „Bilder einer Ausstellung“ präsentiert das GOP am Max-II-Denkmal das wunderbarste Programm seit seinem München-Start im Jahr 2008. Motto: Modest Mussorgsky und ein Mordsspaß. Wer sich vom Titel nicht abschrecken lässt, der bedrohlich an die Prog-Rock-Version von Emerson, Lake & Palmer und an quälend lange Stunden im Musikunterricht mit dem „Großen Tor von Kiew“ erinnert, wird mit einer ebenso urkomischen wie skurrilen und poetischen Show belohnt.
Jede Nummer sitzt - und dennoch stehen alle Akteure im Schatten des französischen Clowns Boris Arquier, der als „Monsieur Gobelin“ eine wahre Sensations-Show abliefert. Gleich dreimal tritt er in seinem „Magischen Raum“ auf - aus dem eine Kamera jede seiner Bewegungen um 90 Grad versetzt auf die Bühne überträgt. Horizontal wird zu vertikal, Boris liegt und steht gleichzeitig - bei dieser aberwitzigen Nummer spinnen alle Sinne!
Heftiger Applaus für Monsieur Gobelin, für Regisseur Helmschrot und fürs GOP für dieses mutige Programm. Diese Ausstellung sollten Sie nicht verpassen!
Weitere Vorstellungen
bis 6. März;
Telefon 089/ 210 288 444.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.