Superbanner

60 Jahre internationale Jugendbibliothek: Renaissance der Kinderlyrik

60 Jahre internationale Jugendbibliothek

"Renaissance der Kinderlyrik"

007.07.09|Kultur|Kultur|
Drucken|Empfehlen|Schrift   a  /  A||recommendbutton_count130

Schliessen

Druckvorschau

Artikel: "Renaissance der Kinderlyrik"

München - Die Jubiläums-Ausstellung im Schloss Blutenburg zeigt illustrierte Gedichte aus aller Welt für junge Leser.

Das Bild rechts gehört zu dem Gedicht „Das Doktor-Knochensplitter-Spiel“ von Joachim Ringelnatz.

© Ausstellung

Das Bild gehört zu dem Gedicht „Das Doktor-Knochensplitter-Spiel“ von Joachim Ringelnatz.

Der kleine Mann mit den roten Backen und dem Pfannkuchengesicht kennt da nichts. Er stellt sich aufs Hausdach – und pinkelt erstmal auf die Katze, das blöde Viech. Die Katze wirft die Tatzen in die Höhe, reißt das Maul auf, schreit. Es ist wohl das Schicksal einer Katze, Opfer solcher Bubenscherze zu werden. Aber halt: Die Katze braucht sich gar nicht fürchten, nass wird sie auch nicht, denn das Pfannkuchengesicht pinkelt Buchstaben, Wörter, ganze Sätze, französische Sätze. Wer recht hinschaut, erkennt: Pfannkuchengesicht pieselt ein Gedicht. „An einem Regentag mach’ ich Pipi, an einem Feiertag mach’ ich Siesta“, heißt ein Ausschnitt davon übersetzt.

Die Katze und der Bub sind Teil der neuen Ausstellung „Gedichte, Poems, Básn(e), Sh“ in der Internationalen Jugendbibliothek im Schloss Blutenburg in Pasing. Gezeigt werden aufwändig illustrierte Kinderbuchseiten aus der Mongolei, England, Frankreich, dem Iran, Deutschland und vielen anderen Ländern, insgesamt über hundert Stücke.

„Es gibt eine Renaissance der Kinderlyrik“, sagt Jochen Weber, Leiter der Lektorate in der Jugendbibliothek, die heuer 60-jähriges Jubiläum feiert. Vor allem in Deutschland entdecken die Verlage Kinderbücher mit Gedichten von Jandl, Busch oder Ringelnatz. „Lyrik hat in der Buchhandlung oftmals keinen Platz mehr“, sagt Weber, in Kombination mit einem Bilderbuch jedoch schon.

Die Menschen entdecken die Tradition wieder. „Ein Bildungsboom“, sagt Weber. Eltern sind bereit, für ein solches, kleines Kunstwerk einige Euros zu investieren, 20 Euro kann ein Buch schon mal kosten.

Wer sich einen Überblick verschaffen will, wie originell, wie witzig, wie extravagant illustrierte Kinderlyrik sein kann, sollte ins Schloss Blutenburg gehen, wo noch bis Monatsende persische Schönheiten geheimnisvoll umherschauen, griesgrämige Hooligans ihr Schicksal klagen und beschwipste Möpse Kopfstand machen.

Der Clou der Ausstellung ist das Angebot für Schulklassen: Erst gibt es einen geführten Rundgang durch die Ausstellung, danach geht’s ins Malstudio, wo die Kinder selbst zum Pinsel greifen – und unter Anleitung des Museumspersonals zum Illustrator ihres Lieblingsgedichts werden (Anmeldung unter Telefon 089/89 12 11 0 erforderlich).

Von Stefan Sessler

Bis 28. Juli,

Dienstag bis Sonntag,
14 bis 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

zurück zur Übersicht: Kultur

Schliessen

Artikel empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Lesen Sie auch:

Prinzessin Mette-Marit eröffnet Munch-Ausstellung

Norwegens Prinzessin eröffnet Munch-Ausstellung

Frankfurt - Mit Stolz auf ihren Landsmann hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit die Munch-Ausstellung in Frankfurt eröffnet.Mehr...

Kommentare

Aktuelle Fotostrecken

Treppensteigen im Empire State Building: Deutscher schlägt alle!

09.02.12|Welt|0

Der Stuttgarter Thomas Dold hat am Mittwoch zum siebten Mal in Folge den Treppenlauf im Empire State Building gewonnen.
weitere Fotostrecken:
Hamm: Polizei entdeckt Tote und Verletzte in Wohnung

Aktuelle Kino-Filme

Hugo Cabret: Oscarfavorit von Martin Scorsese

„Hugo Cabret“: Ist dieser Film elf Oscars wert?

Berlin - Martin Scorsese huldigt in seinem Kinofilm „Hugo Cabret“ dem Filmmagier Georges Méliès. Ob das Abenteuer wirklich elf Oscarnominierungen wert ist? Hier die Filmkritik und der Kinotrailer:Mehr...

Star Wars: Episode 1 jetzt in 3D

Die dunkle Seite der Macht – jetzt in 3D

Berlin - Der “Krieg der Sterne“ ist zurück: Zwar ist die Story bekannt, Altmeister George Lucas aber bringt Obi-Wan Kenobi, Meister Yoda, Königin Amidala und Anakin Skywalker erstmals dreidimensional ins Kino.Mehr...

Sudoku online spielen
Nachrichten und Informationen aus Ihrer Umgebung

Wussten Sie schon...

… dass Sie Bilder, Videos und Audio-Dateien/Podcasts bewerten können?

Sobald Sie den Button Dot drücken, geben Sie eine positive Bewertung ab. In der Community werden die bewerteten Objekte automatisch zu den Favoriten hinzugefügt.

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

SkyScraper