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OB Ude: Dresdenoption erklärt Scheitern der Verhandlungen

OB Ude: Dresdenoption erklärt Scheitern der Verhandlungen

München/Dresden - Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) erklärte am Freitagabend zum Wechsel von Christian Thielemann nach Dresden, seine herausragende Qualität als Dirigent sei immer unbestritten gewesen.

© Marcus Schlaf

Ude und Thielemann bei der Vertragsunterzeichnung im Jahr 2003.

Seine Dresdenoption erkläre aber im Nachhinein, warum er sich mit dem Orchester, dem Intendanten, dem städtischen Kulturreferat und dem Münchner Stadtrat nicht auf einen "gangbaren Weg bei den Vertragsverhandlungen verständigen wollte", sagte Ude der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er gehe davon aus, dass Thielemann seinen Vertrag in München erfüllen und das Publikum weiterhin begeistern werde.

Zuvor hatte das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst am Freitagabend in Dresden mitgeteilt, Thielemann werde neuer Chefdirigent der Staatskapelle Dresden. Er werde den Posten zur Saison 2012/13 von Fabio Luisi übernehmen, der als Generalmusikdirektor an das Opernhaus Zürich geht. Der Vertrag soll im November unterschrieben werden.

Thielemann war zuletzt im September für den erkrankten Luisi in Dresden am Pult der Staatskapelle eingesprungen. Über einen Wechsel nach Dresden war deswegen immer wieder spekuliert worden. Thielemanns Vertrag als Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker läuft 2011 aus.

Beim Streit mit der Stadt München ging es um die Entscheidungskompetenz des Generalmusikdirektors. Thielemann wollte das letzte Wort darüber haben, welche Stücke Gastdirigenten mit seinen Münchner Philharmonikern aufführen dürfen. Die Stadt bestand dagegen darauf, dass der Chefdirigent zwar mitentscheidet. Im Vertrag aber steht: "Die Letztverantwortung liegt nach Anhörung des Orchestervorstandes beim Intendanten." Dies wollte Thielemann nicht akzeptieren.

dpa

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