Die „Wetten, dass“-Sendung vom Samstag hat ein politisches Nachspiel. Die CSU protestiert beim ZDF gegen die „Tierkot“-Wette. „TV Widerlich und eine derartige Kulturlosigkeit gehören nicht ins Fernsehen, und gar nicht ins Öffentlich- Rechtliche“, heißt es in einem Brief der CSU-Politikerin Angelika Niebler an ZDF-Intendant Markus Schächter.

© dpa
Angelika Niebler (CSU) spricht hinsichtlich der Kot-Wette von einem "Verfall der guten Sitten".
Niebler sitzt im Fernsehrat des Senders. Die Vaterstettenerin bezeichnet die Wette, verschiedene Sorten Tierkot am Geruch zu identifizieren, als „ekelerregende Entgleisung“. Trotz Quotenkampf dürfe sich das öffentlich-rechtliche, von Gebühren finanzierte Fernsehen „nicht auf einen solchen Niveauverlust einlassen“. Niebler bittet Schächter, „dies zum Thema in den Leitungsgremien des ZDF zu machen“. Dem Verfall der guten Sitten müsse Einhalt geboten werden.
Auch gegen den Auftritt des US-Schauspielers Tom Cruise, Mitglied der vom Verfassungsschutz als extremistisch und menschenverachtend eingestuften Sekte „Scientology“, regt sich Protest. Vor der Halle in Offenburg demonstrierte die Junge Union. „Wetten, dass“ hatte über 10 Millionen Zuschauer.
cd



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