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"Wetten, dass...": CSU protestiert gegen Kot-Wette

"Wetten, dass...?": CSU protestiert gegen Kot-Wette

Die „Wetten, dass“-Sendung vom Samstag hat ein politisches Nachspiel. Die CSU protestiert beim ZDF gegen die „Tierkot“-Wette. „TV Widerlich und eine derartige Kulturlosigkeit gehören nicht ins Fernsehen, und gar nicht ins Öffentlich- Rechtliche“, heißt es in einem Brief der CSU-Politikerin Angelika Niebler an ZDF-Intendant Markus Schächter.

Angelika Niebler (CSU) spricht hinsichtlich der Kot-Wette von einem "Verfall der guten Sitten".

© dpa

Angelika Niebler (CSU) spricht hinsichtlich der Kot-Wette von einem "Verfall der guten Sitten".

Niebler sitzt im Fernsehrat des Senders. Die Vaterstettenerin bezeichnet die Wette, verschiedene Sorten Tierkot am Geruch zu identifizieren, als „ekelerregende Entgleisung“. Trotz Quotenkampf dürfe sich das öffentlich-rechtliche, von Gebühren finanzierte Fernsehen „nicht auf einen solchen Niveauverlust einlassen“. Niebler bittet Schächter, „dies zum Thema in den Leitungsgremien des ZDF zu machen“. Dem Verfall der guten Sitten müsse Einhalt geboten werden.

Fotostrecke: Die Show "Wetten, das...?" in Offenburg

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  • Stinkender Tierkot, zuschnappende Mausefallen und ein Akademiker, der mit den Ohren wackelt. Dazu ein Hollywoodstar, der keine kritischen Fragen fürchten muss. Das war "Wetten dass...?" am Samstag in Offenburg.
  • Die Sendung, die live aus dem badischen Offenburg (Ortenaukreis) kam, entschied den Fernseh-Quotenkampf am Samstagabend für sich. Gottschalk lockte knapp 3,5 Millionen Zuschauer mehr vor den Bildschirm als RTL mit dem Finale der Dschungel-Show “Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“.
  • Gottschalk, dem im Durchschnitte 10,63 Millionen Menschen zusahen, versammelte auf seinem Fernsehsofa eine bunte Truppe: ARD-Showmaster Jörg Pilawa ...
  • ... und die Kabarettistin Désirée Nick sorgten für Stimmung und Abwechslung.
  • Die beiden Models Toni Garrn ...
  • ... und Jerry Hall sollten den weiblichen Charme beisteuern.
  • Sänger Seal ...
  • ... sowie die Schwimmerin und doppelte Olympiasiegerin Britta Steffens waren ebenfalls zu Gast.
  • Gottschalk, der mit schwarzer Lederhose und grün-kariertem Gehrock vor den Kameras stand, führte gewohnt routiniert durch die Show.
  • Im Mittelpunkt stand Tom Cruise. Der bekennende Scientologe machte erwartungsgemäß Werbung für seinen neuen Film “Operation Walküre“, in dem er den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt. Der Streifen läuft seit Donnerstag in den deutschen Kinos.
  • Er würdigte den deutschen Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus und lobte die “tapferen Deutschen, die sich dagegen gestellt haben“.
  • Gottschalk war spürbar um Harmonie bemüht, ging äußerst vorsichtig mit seinem umstrittenen Gast um. Cruise selbst gab sich seriös und nachdenklich.
  • Neben Cruise war auch der Schauspieler Christian Berkel zu Gast. Er spielt in “Operation Walküre“ Stauffenbergs Verbündeten Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim.
  • Zwar protestierten vor der Halle Mitglieder der Jungen Union (JU) gegen Cruise und Scientology. Der US-Schauspieler bekam davon aber nichts mit. Gottschalk sprach das Thema nicht an. In der Show übernahm Komiker Michael Mittermeier die Rolle des Kritikers. “Tom Cruise hat in einem Interview gesagt, er hätte Hitler auch getötet. Mir hätte es gereicht, wenn er den Führer von Scientology getötet hätte“, sagte Mittermeier.
  • Ein Gag, der vom Publikum im Saal mit tosendem Beifall quittiert wurde. Ärger mit Cruise musste Mittermeier nicht fürchten. Der US-Star war beim Auftritt des Bayern nicht mehr im Saal, sondern bereits auf dem Weg zum Flughafen. Dass Mittermeier Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) durch den Kakao zog, kam dagegen beim Publikum nicht ganz so gut an.
  • Einen Rekord stellte Sänger Peter Maffay auf. Er war schon zum 14. Mal bei “Wetten, dass..?“ zu Gast. Damit hat er seine Musikerkollegen Udo Jürgens und Herbert Grönemeyer überholt.
  • Stark waren die Wetten. Wettkönig wurde der Kaufmann Harald Ebenhöch aus Ursensollen in der Oberpfalz. Der 36-Jährige schaffte es, in 90 Sekunden mehr als 40 Süßstoff-Tabletten mit der Zunge aus gespannten Mausefallen zu entfernen, ohne dass die Fallen zuschnappten.
  • Die beiden Tierpfleger Maik Wilsmann (35) und Claudia Dittel (33) erkannten mit verbundenen Augen den Kot von 33 Tieren nur am Geruch.
  • Dem Akademiker Ulrich Weller (43) gelang es, Sätze nur durch das Wackeln seiner Ohren zu übermitteln. Wellers Freund Steffen Schlüter (24) las ihm alles von den Ohren ab.
  • Eine sportliche Höchstleistung absolvierte der Ski-Langläufer Peter Schlickenrieder bei der Außenwette. Der 38-Jährige kam mit seinen Ski auf einer 500 Meter lange Skipiste im österreichischen Sölden nach einer Berg- und Talfahrt schneller ins Ziel als Markus Klotz (49), der am Steuer einer 430 PS starken Pistenraupe saß.
  • Die Kinder-Wette absolvierte die 13 Jahre alte Karin Eberhard. Sie erkannte elf Profispieler der Fußball-Bundesliga, obwohl sie nur die Augen der Spieler sah.
  • Magnus Johannes Großmann (24) sicherte Gottschalk den Sieg der Stadtwette. Der Theologiestudent aus Stuttgart rannte auf einer 100- Meter-Strecke auf allen Vieren deutlich schneller als der 13-jährige Marvin aus dem badischen Oberachern.
  • Die 180. Ausgabe von “Wetten, dass..?“ kommt am 28. Februar live aus Düsseldorf, unter anderem mit der britischen Musikgruppe Oasis und Komiker Hape Kerkeling.

vor

Auch gegen den Auftritt des US-Schauspielers Tom Cruise, Mitglied der vom Verfassungsschutz als extremistisch und menschenverachtend eingestuften Sekte „Scientology“, regt sich Protest. Vor der Halle in Offenburg demonstrierte die Junge Union. „Wetten, dass“ hatte über 10 Millionen Zuschauer.

cd

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