München - Im ausverkauften Gärtnerplatz-Theater endet Johannes Fabers erfolgreiche Reihe „Jazz im Gärtnerplatz“.

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Letzter Vorhang für den Jazzer Johannes Faber.
„Da müssen Sie jetzt durch“, sagt Johannes Faber und macht dann tatsächlich die Drohung wahr: Er singt Burt Bacharachs Soul-Schlager „I’ll Never Fall In Love Again“. Am letzten Abend kann man es sich leisten, einfach nur noch das zu spielen, wozu man Lust hat. Glücklicherweise ist das Publikum im restlos ausverkauften Münchner Gärtnerplatztheater derselben Meinung und goutiert das Wandeln zwischen den Genres mit Wohlwollen.
Die Veranstaltungsreihe, die nun nach fast zwölf Jahren endet, heißt zwar „Jazz im Gärtnerplatz“, aber Faber, Initiator und Spiritus Rector, hat Jazz nie engstirnig als akademisches Seminar interpretiert. Und so ist ihm etwas gelungen, was Jazz, in München zumal, nicht übertrieben oft gelingt: Massen anzulocken. Überfüllt war es zwar gerade in den letzten beiden Jahren nicht, aber Jazz als Gattung überhaupt eine große Bühne zu verschaffen und damit mehr als eine Handvoll Zuhörer anzulocken, das ist an sich schon eine Leistung. Über ein Jahrzehnt lang gastierten große Namen und Geheimtipps in ungewöhnlichem Ambiente und bescherten manch unvergesslichen Augenblick. Etwa als Herbie Hancock im Konzert lässig sein Mobiltelefon ausschaltete und dabei das Klavier einhändig bediente. Den Künstlern gefiel der extravagante Rahmen, und viele Musikfans mag die Neugier zu Konzerten getrieben haben, die sie sonst nicht einmal ignoriert hätten.
Zoran Gojic



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