002.02.10|München|München|
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München - 75.000 Euro Geldstrafe für einen Münchner Porno-Filmer! Raymond Bacharach, der knallharte Sexfilme unter dem Namen „John Thompson“ auf den Markt bringt, wurde wegen Herstellung und Verbreitung von Gewaltpornografie verurteilt.

© Unfried
Pornofilm-Produzent Raymond Bacharach (64)
75.000 Euro Geldstrafe für einen Münchner Porno-Filmer! Nach einem Prozess, der sich seit August in die Länge zog, verurteilte das Amtsgericht den Produzenten Raymond Bacharach (64) zu 150 Tagessätzen à 500 Euro. Die Staatsanwältin hatte ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert. „Wir sehen das Urteil mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Verteidiger Sewarion Kirkitadse. Er ist froh, dass das Gericht den Tatbestand der Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt nicht als nachgewiesen sah.
Bacharach, der die knallharten Sexfilme unter dem Namen „John Thompson“ auf den Markt bringt, wurde lediglich wegen Herstellung und Verbreitung von Gewaltpornografie verurteilt.
„Die beanstandeten Filme wurden sofort aus dem Netz genommen“, betont Kirkitadase. Darin ging es unter anderem um Vergewaltigungen und Schläge. Bacharach, der Musik studiert und viele Jahre Filmmusik produziert hatte, über seine Porno-Produkte: „Es ist einfach nur eine Kunstform. Wir bekommen täglich Anrufe von Frauen, die in den Filmen mitmachen wollen.“ Das Gesetz sei nicht mehr zeitgemäß. Er werde das Urteil anfechten. Und wie geht‘s weiter? Bacharach produziert in seinen Studios an der Leopoldstraße munter neue Filme. „Normale Pornos“, wie er betont. „Ich bin gegen jede Art von Gewalt.“
Von E. Unfried
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