7721.08.09|München|127 KommentareFacebook
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A
München - Ein harmloser Pieks – und damit vielleicht Tausende Menschen retten. Das dachten sich gleich mehrere hundert Freiwillige, die derzeit für eine Aufwandsentschädigung von 250 Euro an der Studie der Ludwig-

© Bodmer
Der Münchner Axel Sch. (40) behauptet: „Der Test hat mich krank gemacht!“
Einer ist jetzt abgesprungen: Der Diplom-
Der Münchner LMU-
Selbstverständlich hätten viele Probanden Nebenwirkungen. „Um diese herauszufinden, machen wir ja solch eine Studie. Wenn die Krankheitsfälle schlimmer werden und wir hätten vorher nicht getestet – dann würden alle laut aufschreien.“
Ist der Impfstoff zu schnell zur Studie zugelassen worden? Fakt ist: In dieser Zusammensetzung ist er noch nicht bei Menschen angewandt worden. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärte am Mittwoch, sie habe sich anfangs von der pharmazeutischen Industrie unter Druck gesetzt gefühlt. Immer öfter wird Kritik laut: Das Paul-
Britische Forscher warnen sogar vor der Gehirnkrankheit, dem Guillain-
Wohl auch deshalb testen die USA offenbar nur Impfstoffe ohne sogenannte Immunverstärker. Diese führten zu stärkeren Nebenwirkungen, erklärt Studienleiter Frank von Sonnenburg. „Die Verstärker produzieren mehr Antikörper, deshalb ist auch die Abwehrreaktion des Körpers größer.“ Nierenschmerzen und blutiger Husten wie bei Proband Axel Sch. jedoch seien auch mit diesem Verstärker nicht zu erwarten. „Wir machen eine saubere Studie.“
Axel Sch. aber beharrt darauf, dass seine Beschwerden von der Impfung kommen. „Es ist doch kein Zufall, dass sie direkt danach aufgetreten sind.“ Er kritisiert die Uni, dass sie ihn im Vorfeld zu wenig aufgeklärt habe. Drei Tage sei er bei dieser Hitze flach gelegen. „Als ich bei der LMU angerufen habe, haben die nur ganz sachlich ihren Fragebogen abgefragt und mich dann an meinen Hausarzt verwiesen.“ Die Arztkosten und den Verdienstausfall will er nun von der Krankenkasse ersetzt haben, die die Studie betreut.
Schon als Student hat Axel Sch. an medizinischen Tests teilgenommen. Auch bei einer Studie zur Grippe-
Nun aber ist sein Vertrauen in die Forschung dahin, er bricht die Impfstudie ab. Im Oktober wird der Münchner beruflich nach Lateinamerika fliegen. Er hatte sich darauf gefreut, unbeschwert reisen zu können – bis dahin hätte er die zweite von drei Impfungen erhalten. „Angst habe ich trotzdem nicht – ich gehöre nicht zur Risikogruppe. Und so schlimm wie die Nebenwirkungen kann die Schweinegrippe selbst gar nicht sein.“
Nina Bautz
Letzter Kommentar zu diesem Artikel:
03.03.10 meint Tina K. (anonym)
Schreiben Sie zum Beitrag Ihre Meinung oder laden Sie Bilder und Videos zu ihrem Profil hoch. In unserer Community lernen sie sicher auch neue Freunde kennen.

München - Durch die Niederlage gegen sitzt den Verantwortlichen des EHC München eine Frage im Nacken: Verspielt das Team jetzt den Playoff-Trumpf? Der Motor stottert mächtig.
Wählen Sie aus der Liste die Heimatzeitung, von der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Ist das die Zukunft des Autos? Der Münchner Merkur testet derzeit einen Mini mit Elektromotor auf seine Alltagstauglichkeit. In einem Blog berichten die Redakteure über ihre Erfahrungen mit dem E-Mini.Mehr...

Paul-Heyse-Straße 2-4
80336 München
Tel: 089 / 5306 - 420
Fax: 089 / 5306 - 8656