München - Eigentlich könnte man in München passabel leben – wenn nur die Mieten nicht so hoch wären. Das zeigt ein Städte-Preisvergleich, den der Münchner Merkur zusammen mit Tageszeitungen in ganz Deutschland durchgeführt hat.

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München ist bekannt dafür, dass hier die Mieten am höchsten sind.
Was kostet wo wie viel? Das haben Redakteure von Tageszeitungen in 17 deutschen Städten auf Initiative des Hamburger Abendblatts recherchiert. 22 Positionen umfasst die Liste der Waren und Dienstleistungen, die für unseren Städtevergleich herangezogen wurden – vom Kinobesuch bis zum Reifenwechsel, von Brot und Milch bis zum Bier in der Kneipe um die Ecke, von Miete und Kita-Platz bis zur Parkgebühr. Gesucht wurde jeweils das billigste Angebot. Das Glitzer-München der Maximilianstraße spiegelt sich in diesem Vergleich also ebenso wenig wider wie die Preise an Hamburgs nobler Mönckebergstraße.
Addiert man Miete und Kindergartenplatz als dickste Brocken im Preisvergleich, ist München mit monatlich 721 Euro die teuerste Stadt, gefolgt von Hamburg, Stuttgart, Augsburg, Berlin und Dortmund. Doch ein anderer Vergleich lässt Stuttgart auf den unrühmlichen Platz des Kosten-Königs klettern: Die Hauptstadt Baden-Württembergs liefert bei den 22 ausgewählten Positionen neunmal den teuersten Wert und ist nur dreimal unter den billigsten. München hat je fünf Höchst- und Tiefstpreise.
Fazit: Man kann in München kostenbewusst einkaufen. Doch wer nicht das Glück hat, eine günstige Wohnung gefunden zu haben, dem wird von seinem Einkommen trotzdem weniger bleiben als in anderen Metropolen der Republik. Und wenn der Geldbeutel leer ist, verliert der Kultur- und Freizeitwert, mit dem München die gesammelte Konkurrenz überstrahlt, schnell seinen Glanz.
Von Peter T. Schmidt und Alexandra Müller
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