München - Normalerweise schneit es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Warum rieselten die Flocken am Dienstag trotz der sibirischen Kälte? Ein Experte klärt auf.

© dpa
Schnee am Brunnenbuberl
Bei der Größe der Kristalle ist noch Luft nach oben, wie ein Blick ins Guiness Buch der Rekorde beweist: Darin ist die größte je vermessene einzelne Flocke mit einem Durchmesser von 37 Zentimetern verzeichnet.
Aber auch die Bonsai-Flocken reichten aus, um Chaos im Berufsverkehr anzurichten. Auf den Einfallstraßen ging’s nur im Schneehuhntempo voran, Züge hatten Verspätungen, viele Berufstätige kamen zu spät zur Arbeit.
Eine hohe Gefahr sehen Wetterexperten im Bodenfrost: Rohrbrüche und Kabelschäden drohen! Der Grund: Der Dauerfrost dringt bis zu 50 Zentimeter tief in den Boden ein. Sobald die Erwärmung einsetzt, wird der Boden weich und bewegt beim Auftauen die Rohre. „Vorher waren die Rohre stahlhart fixiert, dann reißt der auftauende Boden sie auseinander“, warnt Dominik Jung von wetter.net.
Sind auch unsere Trinkwasserleitungen gefährdet? Christian Miehling von den Stadtwerken München gibt Entwarnung: „Die Versorgungsleitungen liegen in einer Tiefe von etwa 1,35 bis 1,80 Meter. Frost gab es in diesen Tiefen in München noch nie.“
Zum Schutz der Wasserrohre sollten Sie gefährdete Wohnräume gut beheizen und Fenster in diesen Räumen dauerhaft schließen. Außerdem ist regelmäßige Wartung der Rohre wichtig.
cl
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