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Barack Obama ist neuer Präsident der USA

Barack Obama ist neuer Präsident der USA

Washington - 150 Jahre nach dem Ende der Sklaverei haben die Vereinigten Staaten von Amerika den ersten schwarzen Präsidenten. Vor Millionen Zuschauern in Washington legte Barack Obama (47) am Dienstag auf den Stufen des Kapitols seinen Amtseid ab.

Barack Obama (l.) legt den Amtseid ab.

© dpa

Barack Obama (l.) legt den Amtseid ab.

Danach stimmte er die Amerikaner angesichts der Kriege in Afghanistan und Irak und der Wirtschaftskrise auf schwere Zeiten ein. Dennoch ließ der 44. Präsident in der mehr als 200 jährigen Geschichte der USA keinen Zweifel daran, dass die Amerikaner unter seiner Führung die Herausforderungen meistern werden. Obamas Amtsantritt begleiten weltweit große Hoffnungen und Zustimmung.

Schon Stunden vor der historischen Amtseinführung des Nachfolgers von George W. Bush auf den Stufen des Kapitols den Eid ablegte, hatten sich Hunderttausende begeisterte Menschen vor dem Parlamentsgebäude versammelt.

Fotostrecke: Laufend aktuelle Bilder aus Washington

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  • Barack Obama wird US-Präsident
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  • Ex-Präsident Bill Clinton (r.) und Ex-Vize Al Gore.
  • Michelle Obama betritt die Bühne in Washington.
  • Vor dem Kapitol in Washington findet die Zeremonie statt.
  • Barack Obama betritt die Bühne.
  • Barack Obama auf der Ehrentribüne mit seiner Ehefrau Michelle.
  • Obama lächelt kurz vor seiner Vereidigung dem scheidenden Präsidenten George W. Bush zu.
  • Obama gratuliert seinem Vizepräsidenten Joe Biden nach dessen Vereidigung.
  • Barack Obama legt seinen Amtseid ab.
  • John Roberts, der Obama den Eid abnahm, gratuliert als erster dem 44. Präsidenten der USA.
  • Kurz darauf hielt Barack Obama seine erste Rede als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • Kurz darauf hielt Barack Obama seine erste Rede als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
  • Millionen von Menschen verfolgten die Zeremonie.
  • Der neue Präsident mit seiner Familie.
  • George W. Bush und Barack Obama singen gemeinsam die Nationalhymne.
  • Barack Obama verabschiedet George W. Bush, der gemeinsam mit seiner Ehefrau per Helikopter vom Kapitol abgeholt wird.

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“Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind ernsthaft und sie sind zahlreich“, sagte Obama. “Sie werden nicht leicht oder kurzfristig zu meistern sein. Aber wisse, Amerika: Wir werden sie meistern.“ Zugleich appellierte Obama an die Werte der Gründerväter der Nation. “Die Herausfordrungen sind vielleicht neu, auch die Mittel mit denen wir ihnen begegnen sind vielleicht neu. Aber die Werte, auf denen unser Erfolg fußt - harte Arbeit und Ehrlichkeit, Mut und Fair Play, Toleranz und Neugier, Loyalität und Patriotismus - diese Werte sind alt. Diese Werte sind wahr.“

Unmittelbar vor seiner Antrittsrede hatte der fünftjüngste Präsident in der US-Geschichte seinen Amtseid auf die Bibel seines Idols und Vorgängers Abraham Lincoln abgelegt, der 1863 die Abschaffung der Sklaverei verkündet hatte.

Vor dem Kapitol in Washington findet die Zeremonie statt.© dpaVor dem Kapitol in Washington findet die Zeremonie statt.

Obama hob die rechte Hand zum Schwur und sprach die Eidesformel: “Ich, Barack Hussein Obama, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe.“ Zuvor war bereits Vizepräsident Joe Biden vereidigt worden. Nach der Zeremonie war eine große Parade vom Kapitol zum Weißen Haus mit rund 10 000 Teilnehmer geplant.

Nach einer Umfrage der “New York Times“ sehen vier von fünf Amerikanern seiner ersten Amtszeit zuversichtlich entgegen. Auch rund um den Globus hoffen Regierungen, dass die USA eine verantwortungsvolle Führungsrolle in der internationalen Politik übernehmen werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünschte sich von Obama eine bessere Zusammenarbeit in der Weltpolitik.

Bush hinterlässt ein schwieriges Erbe: Die USA sind gezeichnet von der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, zehntausende amerikanische Soldaten kämpfen im Irak und in Afghanistan. US-Medien zufolge will sich Obama schon an diesem Mittwoch mit den Spitzen der Streitkräfte und Militärberatern treffen. Auch stehe der Kampf gegen die schwere Wirtschaftskrise ganz oben auf seiner Liste.

Vor der Vereidigung kamen Obama, seine Frau Michelle sowie Vizepräsident Biden und dessen Frau Jill in Washington zu einem Gottesdienst zusammen. Der Kirchgang in der St. John's Episcopal Church hat Tradition für angehende Präsidenten. Danach trafen die Obamas mit dem scheidenden Präsidenten Bush und dessen Frau Laura im Weißen Haus zusammen.

Die amerikanische Hauptstadt hatte seit dem frühen Morgen einen Massenansturm erlebt. Die U-Bahnen waren völlig überfüllt. Die National Mall, die drei Kilometer lange Parkanlage zwischen Kapitol und Lincoln-Denkmal, war voller Menschen. Es herrschte Volksfeststimmung, immer wieder brach Jubel aus. Bei Temperaturen um Minus sieben Grad zogen die Menschen mit Decken und Schlafsäcken ins Stadtzentrum, viele trugen Obama-Mützen, Obama-Schals und Obama- Sweatshirts. An Kontrollposten zu den Zuschauerzonen rund um das Kapitol bildeten sich Hunderte Meter lange Menschenschlangen. Das größte Spektakel, das die US- Hauptstadt je gesehen hat, sicherten mehr als 40 000 Soldaten und Polizisten.

Fotostrecke: Die Vorbereitungen

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  • Washington: So schwört Barack Obama der USA seine Treue
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  • Der neue und der scheidende Präsident. Barak Obama (l.) und George W. Bush (r.) mit ihren Ehefrauen.
  • Michelle Obama wird von George W. Bush begrüßt.
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  • Auch Boxpromoter Don King gehört zu den Gästen.
  • Washington: So schwört Barack Obama der USA seine Treue
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Die deutsche Regierung knüpft hohe Erwartungen an Barack Obamas Präsidentschaft. Merkel sagte am Dienstag dem ARD-Morgenmagazin: “Ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit dadurch geprägt ist, dass man einander zuhört, Entscheidungen auf der Grundlage trifft, dass nur ein Land alleine die Probleme der Welt nicht lösen kann, sondern dass wir das nur gemeinsam miteinander schaffen.“

Wie die Kanzlerin betonte auch Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) die gewaltigen Aufgaben, die vor dem neuen US-Präsidenten liegen. “Wie wir muss er sich mit ganzer Kraft gegen die Wirtschaftskrise stemmen“, sagte Steinmeier der “Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). Dazu zähle auch die gemeinsame Arbeit an einer transparenten und verlässlichen Architektur des Weltfinanzsystems. “Aber auch darüber hinaus brauchen wir einen engen Schulterschluss zwischen Amerika und Europa.“´

Im Irak hoffen vor allem die Sunniten, von denen die überwiegende Mehrheit die Invasion von 2003 abgelehnt hatte, dass es mit Obama einen Kurswechsel in der US-Außenpolitik geben wird. Die sunnitische Partei Irakische Konsensfront erklärte am Dienstag auf ihrer Website: Die Bush-Ära sei eine “schlechte Zeit für den Irak“ gewesen, “denn die amerikanische Regierung hat in dieser Zeit große Fehler begangen, indem sie die staatlichen Institutionen des Landes zerstört hat“. Die Partei rief Obama trotzdem auf, sich an das unter seinem Vorgänger verabschiedete Stationierungsabkommen zu halten, das einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak bis Ende 2011 vorsieht.

dpa

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