Klagenfurt - Wurden die BayernLB und die Bayerische Staatsregierung vom ehemaligen Kärtner Landeshauptmann Jörg Haider erpresst?

© dpa
Der im Oktober 2008 verstorbene frühere Landeshauptmann von Kärnten, Jörg Haider.
Die Durchsuchung bei der BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank (DKB) steht möglicherweise in Zusammenhang mit einem Sponsorvertrag für ein Fußballstadion. Laut der Passauer Neuen Presse hat die Staatsanwaltschaft den Verdacht, dass sich 2007 die Kärntner Landesregierung in Person des damaligen Landeshauptmanns Jörg Haider die Zustimmung zum Verkauf der Hypo Alpe Adria (HGAA) mit einem Millionenbetrag in Form eines Sponsorings extra bezahlen ließ. Dies war auch der Hintergrund der Razzia am letzten Montag bei der DKB-Bank in Berlin.
Laut dem Bericht soll die DKB auf Weisung oder zumindest mit Kenntnis der Gremien der BayernLB einen siebenstelligen Betrag nach Kärnten überwiesen haben – offiziell für die Namensrechte des Fußballstadions in Klagenfurt (Hypo Group Arena). In dem Stadion haben auch Spiele der deutschen Nationalelf bei der Europameisterschaft in Österreich stattgefunden.
Das Desaster hat die bayerischen Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro gekostet und soll von Februar an im Untersuchungsausschuss des Landtags aufgearbeitet werden. Da will auch die fraktionslose Landtagsabgeordnete Gabriele Pauli mitmischen. Sie wolle im BayernLB-Untersuchungsausschuss mitarbeitenund habe dies beim Ältestenrat beantragt, teilte Pauli am Freitag mit. Bei der Aufklärung des Geschäfts mit der Hypo Alpe Adria müssten alle Abgeordneten direkt oder indirekt mitwirken können, argumentierte sie. Der Ältestenrat will nach Auskunft des Landtags am kommenden Mittwoch über den neuen Ausschuss beraten, der im Februar vom Landtagsplenum offiziell eingesetzt werden soll. Erst dann fällt auch die endgültige Entscheidung über die Ausschussgröße.
tz
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