Berlin - Viele Filmschaffende wollen am Sonntagabend offenbar auf den Empfang bei Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue anlässlich der Berlinale verzichten.

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Bundespräsident Christian Wulff mit seiner Frau Bettina und Berlinale-Chef Dieter Kosslick im vergangenen Jahr
Bundespräsident Christian Wulff hat sich nach einem Zeitungsbericht für seinen Film-Empfang am Rande der Berlinale eine ganze Reihe von Absagen eingehandelt. Zahlreiche Prominente hätten “unaufschiebbare andere Termine“ geltend gemacht, berichtete der “Tagesspiegel am Sonntag“ unter Berufung auf nicht näher genannte Künstlerkreise. Im Präsidialamt hieß es dazu am Sonntag, wegen der großen Zahl an sonstigen Veranstaltungen seien Absagen nicht ungewöhnlich. Der Empfang im Schloss Bellevue stand am Abend auf dem Programm.
Wulff ist wegen seiner Kredite für den Kauf eines Eigenheimes schon seit Wochen in der Kritik. Zudem wird dem früheren niedersächsischen CDU-Ministerpräsidenten zur Last gelegt, seine Kontakte immer wieder für private Vorteile genutzt zu haben. Zuletzt sorgte ein Luxus-Kurzurlaub auf Sylt, den ein befreundeter Filmproduzent anfangs bezahlt hatte, für Schlagzeilen.
Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ berichtete, dass zahlreiche Filmschaffende noch unentschlossen sein. Eine Sprecherin des Präsidialamts verwies darauf, dass es mehr Zusagen als Absagen gegeben habe. Man freue sich auf einen “illustren Gästekreis“. Beispielsweise werde die Jury mit einer Ausnahme komplett erscheinen.
Mit den Berlinale-Empfängen für Filmschaffende hatte der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker begonnen. Für Wulff ist dies der erste solche Empfang. Zur Zahl der insgesamt erwarteten Gäste äußerte sich das Präsidialamt nicht.
dpa/dapd



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